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Arthritis Hund

Christopher Sh. aus Magaluf fragt:

Unser Pastor Mallorquin-Mix hat sich in seinem Verhalten verändert. Er ist ruhiger als früher, steht sehr schwer auf und will auch nicht mehr auf seinem geliebten Sofa liegen. Er ist erst 5 Jahre alt, kann er denn schon Alterserscheinungen haben?

 

Lieber Christopher!


Bei Ihrer Beschreibung muss man unbedingt an eine Erkrankung des Bewegungsapparats Ihres Hundes denken, d. h. an Störungen im Bereich der Knochen, Gelenke, Muskeln, Bänder und Sehnen.

Genau wie beim Menschen sind auch beim Hund Arthrosen sehr verbreitet und mit eine der bekanntesten Ursache von chronischen Schmerzen. Leider ist es nicht immer leicht zu erkennen, wenn unsere Tiere Schmerzen haben, denn in der Regel leiden sie still. Liegt eine Gelenksentzündung – auch Osteoarthritis genannt – vor, sind es oft nur Änderungen im Verhalten, an denen man die Schmerzhaftigkeit erkennt: Bestimmte Bewegungen werden vermieden, beispielsweise der Sprung auf das Sofa, oder die Gelenke werden geschont, d. h. der Hund möchte nicht aufstehen oder spazieren gehen.

Es gibt verschiedene Gründe, warum die Osteoarthritis bei Hunden so häufig auftritt. Neben traumatischen Ursachen wie Bänderverletzungen und Abnutzungserscheinungen, beispielsweise durch übermäßige Belastung, gibt es vor allem erbliche und rassebedingte Vorbelastungen. Auch Entwicklungsstörungen im Wachstum, nicht zuletzt durch falsche Ernährung im Welpenalter, sind ein häufiger Auslöser, insbesondere bei großen und schnell wachsenden Hunden. Prinzipiell können aber alle Hunde betroffen sein und bei alternden Tieren ist die Osteoarthritis oftmals eine Begleiterscheinung des physiologischen Verschleißes.

Die Osteoarthritis beschreibt die Entzündung eines oder mehrerer Gelenke, die mit der Zeit zu Schäden am Gelenkknorpel führt. Betroffen sind fast immer die größten und beweglichsten Gelenke des Skeletts wie Schulter-, Ellbogen-, Hüft- und Kniegelenk oder die Wirbelsäulengelenke. Entzündungsbedingte Störungen im Gelenkstoffwechsel führen zu einem Verlust von Stärke und Elastizität des Gelenkknorpels und zu knöchernen Zubildungen in und um die Gelenke (= degenerative Gelenkserkrankung). Die Folge sind eine Funktionseinschränkung des Gelenks und eine zunehmende Schmerzhaftigkeit bei dessen Bewegung. Durch die unvermeidliche Schonung des Körperteils kommt es gleichzeitig zu einer Rückbildung der umgebenden Muskelmasse. Dadurch werden die Gliedmaße oder der Rücken noch mehr geschwächt. Bald wird die Beweglichkeit nicht mehr nur durch Schmerzen, sondern zusätzlich auch noch durch Schwäche eingeschränkt. Die Tiere verlieren zunehmend ihre Vitalität und auch ihre Lebensfreude.

Osteoarthritis kann man nicht heilen! Sie führt unabwendbar zur Zerstörung der Gelenkstruktur und zur Versteifung der Gliedmaße oder der Wirbelsäule. Aber, Christopher, bei einer rechtzeitigen Diagnose kann man sie durchaus behandeln und ihr kontinuierliches Fortschreiten verlangsamen. Lesen Sie in der nächsten Ausgabe alles über die aktuellen Behandlungsprogramme zur Kontrolle der Arthrose bei Hunden!