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Wobbler Syndrom Hund

Elsa R. aus Portals fragt:


Wir haben einen Dobermann, der uns Sorgen bereitet. Es begann vor einiger Zeit, dass er recht unsicher auf den Hinterbeinen wurde. Jetzt schleift er richtig die Hinterpfoten nach und die Krallen sind schon ganz abgenutzt. Müssen wir ihn wirklich in Narkose legen und röntgen lassen, wie man uns riet?

 

Liebe Elsa!


Unbedingt müssen Sie Ihren Hund röntgen lassen und vor allem auch unter Vollnarkose. Obwohl man natürlich keine Ferndiagnose stellen kann, drängt sich bei der angegebenen Rasse und den beschriebenen Symptomen der Verdacht auf, dass Ihr Dobermann unter einem so genannten Wobbler-Syndrom (syn. Cervikale Spondylomyelopathie) leiden könnte. Diese Krankheit kann zwar bei allen Hunderassen vorkommen, tritt aber vorwiegend bei großen bzw. sehr großen Rassen auf, in erster Linie bei Dobermännern und Deutschen Doggen.

Es handelt sich dabei um eine Rückenmarksschädigung im Halswirbelsäulenbereich, die verschiedene Ursachen haben kann. Dies können beispielsweise Verengungen des knöchernen Rückenmarkskanals oder auch Deformationen der Wirbelkörper, Anomalien der Wirbelgelenke, Instabilität der gesamten Halswirbelsäule und/oder eine Kombination aus mehreren dieser Ursachen (= multifaktorielle Ätiologie) sein.

Das Wobbler-Syndrom kann sich aus einer vererbten Veranlagung heraus oder durch eine Fehlernährung (auch Kalziumüberversorgung) während einer schnellen Wachstumsphase des Jungtieres entwickeln. Die ersten Anzeichen der Erkrankung sind oftmals Bewegungsstörungen oder geringfügige Lahmheiten in der Hinterhand. In der weiteren Entwicklung kann es zu Lahmheiten auch der Vorderbeine sowie zu Schmerzzuständen in den Vorderbeinen oder auch in der Halswirbelsäule selber kommen. Unbehandelt kann sich die Krankheit bis zur Lähmung weiterentwickeln.

Um eine korrekte Diagnose stellen zu können, Elsa, muss der Hund in Narkose gelegt werden, denn nur durch eine korrekte Lagerung bei vollkommen entspannter Muskulatur ist die Röntgenuntersuchung auch aussagekräftig. Erhärtet sich der Verdacht auf eine cervicale Spondylomyelopathie wird im weiteren Verlauf eine Kontrastmitteluntersuchung des Rückenmarks erforderlich sein.

Die Behandlung des Wobblers ist abhängig vom Grad der Halsmarksschädigung und von der Art der Störung. Medikamente helfen in der Regel nur vorübergehend. Auch eine Operation muss genau erwogen werden. Je nach Art und Dauer der Krankheit kann der chirurgische Eingriff aber durchaus Erfolg versprechend sein. Sind allerdings schon dauerhafte Markschäden zu beklagen oder schwerwiegende Wirbelkörpermissbildungen vorhanden, ist die Prognose eher ungünstig.