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Rückenschmerzen

Friederike Y. aus Alaró fragt:

Seit gestern ist mein Hund so komisch. Er zittert, läuft nicht herum und verkriecht sich. Wenn ich ihn streichle, jault er auf. Können Hunde Rückenschmerzen haben?

 

Liebe Friederike!


Hunde können durchaus Rückenschmerzen haben. Es ist sogar ein sehr häufig vorkommendes Problem.

Die Ursachen für Rückenschmerzen sind vielfältig. Der "Rücken", d. h. die Wirbelsäule des Hundes, ist ganz ähnlich aufgebaut wie die des Menschen. Allerdings ist sie ganz anderen Belastungen ausgesetzt, da der Hund ja nicht aufrecht, sondern auf vier Beinen läuft. Das Hundeskelett besteht aus 27 Wirbelknochen, die durch die Wirbelgelenke miteinander verbunden sind. Jeweils zwischen zwei Wirbeln liegt eine Bandscheibe, eine Art "Stossdämpfer" aus gallertigem Material, das die Belastbarkeit des Rückens enorm verbessert. Durch Muskeln, Bänder und Sehnen sind die 27 einzelnen Knochen mit den dazugehörigen Bandscheiben zur beweglichen Wirbelsäule miteinander verbunden.

Innerhalb der knöchernen Wirbelsäule wird durch die Wirbelform ein Hohlraum gebildet. Dort befindet sich das Rückenmark, das vom Gehirn ausgeht und bis in den Schwanz fortläuft. Das empfindliche Rückenmark ist in spezielle Häute eingehüllt. Vom Rückenmark gehen all die Nervenwurzeln ab, die es uns, bzw. dem Hund ermöglichen, die Körpermuskulatur zu steuern.

Überall in der Wirbelsäule können Störungen auftauchen: am Knochen, an den Bandscheiben, an den Häuten, an den Nervenwurzeln oder im Mark selbst. Diese Störungen äußern sich im Allgemeinen als "Rückenschmerzen". Natürlich können diese Schmerzen – je nach Ort und Art der Störung – sehr unterschiedlich ausfallen. Was Sie, Friederike, beschreiben, ist typisch für einen schmerzhaften Zustand in der Wirbelsäule eines Hundes. Steifer Gang, aufgekrümmter Rücken, Schmerzäußerungen, Zittern und Bewegungsstörungen sind die häufigsten Anzeichen eines Rückenproblems. Allerdings kann sich der Rückenschmerz auch weniger offensichtlich äußern, so dass der Patient beispielsweise einfach nur eine angespannte Bauch- und/oder Rückenmuskulatur hat. Im Gegenzug dazu kann es aber auch viel schlimmer kommen: Lahmheiten, Lähmungen, Kot- und Harnabsatzprobleme, starke Schmerzen aber auch Gefühllosigkeit sind gängige Symptome bei entsprechenden Beeinträchtigungen der Rückenmarksfunktion.


Rückenschmerzen beim Hund sollten immer abgeklärt und adäquat behandelt werden. Denn ob Überbeanspruchung, Bandscheibenvorfall oder Tumorerkrankung für den Schmerz verantwortlich sind, macht einen großen Unterschied bei der Therapie aus. Und nur mit der richtigen Therapie kann den betroffenen Tieren auch adäquat geholfen werden.