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Bandscheibenvorfall

Gladis M. aus Puigpunent fragt:

Unser Dackel hat angeblich einen Bandscheibenvorfall. Was ist eine Bandscheibe und welchem Zweck dient sie? Und was ist ein „Vorfall“ ?

 

Liebe Gladis!


Bandscheiben sind eine Art "Stoßdämpfer" in unserer Wirbelsäule. Die Wirbelsäule ist ein Knochengerüst unseres Körpers in dessen schützendem Inneren – dem Wirbelkanal – das so genannte Rückenmark liegt. Das Rückenmark besteht aus Nervenzellen und ist eines der wichtigsten und empfindlichsten Organe des Körpers. Wird es verletzt, kommt es zu schweren Schäden, denn Nervenzellen sind nicht ersetzbar. Die Wirbelsäule und der Wirbelkanal werden von einzelnen Wirbeln gebildet, die man in Halswirbel, Brustwirbel und Lendenwirbel unterteilt. Die einzelnen Wirbel sind gelenkig verbunden, so dass die Wirbelsäule nicht starr ist. Zwischen jedem dieser Wirbel liegt – wie gesagt als Stoßdämpfer – eine gummiartige Bandscheibe. Durch die Bandscheiben stoßen und scheuern die Wirbel bei Bewegung nicht aneinander. Eine Bandscheibe besteht im Wesentlichen aus zwei Teilen. Im Inneren ist eine Bandscheibe ganz weich, fast pastös. Dieses Zentrum wird von starken Fasern zusammengehalten, die es wie eine Muschel umgeben. Die Bandscheiben liegen im unteren Bereich des Wirbelkanals, d. h. der Rückenmarksstrang liegt oberhalb der Bandscheiben im knöchernen Wirbelkanal. Man kann sich diesen Strang ganz ähnlich wie ein Telefonkabel vorstellen. Innerhalb einer Hülle verlaufen viele Tausend Drähte bzw. Nerven, durch die Informationen fließen.

Wenn wir von einem Bandscheibenvorfall sprechen, passiert Folgendes: Die Faserhülle der Bandscheibe, die nach oben hin – also Richtung Rückenmark – am dünnsten ist, reißt und das Innere der Bandscheibe wird in den Wirbelkanal hoch gedrückt. Für einen Riss dieser Faserhülle gibt es verschiedene Ursachen. Da dieser Kanal knöchern ist, kann das Rückenmark nirgends hin ausweichen und wird je nach Stärke des Vorfalls mehr oder weniger eingeengt. Das ist einerseits schmerzhaft und andererseits verursacht es "Informationsverlust", wenn wir an den Kabelvergleich denken. Die Folge sind Nervenausfälle wie beispielsweise Lähmungserscheinungen, da die "Drähte" – also die Nerven – im eingedrückten Bereich beschädigt sind.

Der Körper reagiert auf den Schaden mit einer Entzündung, was zusätzlichen Druck durch Schwellungen und stärkere Durchblutung verursacht. Schmerz und Nervenausfall werden noch verschlimmert. Um die Folgen für den Körper zu mildern, werden stark entzündungshemmende Medikamente verabreicht oder – bei schlimmen Fällen – das vorgefallene Bandscheibenmaterial entfernt, um ein Absterben der eingedrückten Nerven und damit einen permanenten Schaden zu verhindern.