Thema der Woche
NEU!!!
Eurotierklinik
Portal Nous!

Carretera Andratx 43/14
Tel: 971 677 606
Erfolgsstory!
Zahlreiche namhafte Modehersteller wie H&M, ESPRIT, Zara, C&A, Tchibo, Calvin Klein, Hugo Boss und andere sind nach Gesprächen mit PETA aus dem Angora-Geschäft ausgestiegen – und es folgen mehr.
mehr erfahren


Degenerative Myelopathie Hund

Jürgen L. aus Österreich fragt:

Mein deutscher Schäferhund, 9 Jahre, kann nicht mehr richtig laufen. Manchmal schleift er die Hinterpfoten hinter sich her oder wackelt ganz unkoordiniert mit dem Hinterteil. Kann das ein Bandscheibenvorfall sein?

 

Lieber Jürgen!


Theoretisch kommen mehrere Möglichkeiten einer Rückenmarkserkrankung in Frage. Aber durch die Rasse, die sie angeben, und das Alter des Tiers ist es eher wahrscheinlich, dass es sich um eine neurologische Erkrankung handelt, die man "degenerative Myelopathie" nennt. Unter einer Degeneration versteht man in der Medizin einen Abbau oder Funktionsverlust eines Gewebes oder Organs. Und Myelopathie bezeichnet die Erkrankung des Myelins, einer lipidreichen Schutzschicht, die die Nervenbahnen umgibt. Es handelt sich also um einen langsam fortschreitenden Funktionsverlust der Nervenbahnen im Brust und Lendenwirbelbereich des Hundes. Die Krankheit ist nicht schmerzhaft, führt aber mehr und mehr zu Bewegungsstörungen, insbesondere der Hinterhand. Am häufigsten ist der deutsche Schäferhund betroffen, so dass man neben der Hüftgelenksdyplasie auch hier von der "Schäferhundkrankheit" spricht. Die DM manifestiert sich erst im alternden Tier. Bei jungen Hunden ist sie sehr selten und wird meist durch vererbte Mängel oder Infektionen ausgelöst.

Das Erscheinungsbild der DM ist unterschiedlich, geht aber immer mit Bewegungsstörungen – in der Medizin Ataxien genannt – einher. Breitbeiniges und unsicheres Gangbild, Überköten und Nachschleifen der Hinterpfoten, Unfähigkeit gerade zu sitzen oder zu stehen kommen genauso vor wie überschießende Bewegungen. Die Erkrankung führt mit der Zeit zur Lähmung der Hinterhand.

Seit kurzem ist DM mittels einer bestimmten DNA-Analyse nachweisbar. Der nachweisbare Gendefekt ist auch beim jungen Hund möglich, so dass dieser Methode in Zukunft sicher im Zuchtprogramm eine große Bedeutung zukommen wird.

Eine Behandlung der DM ist leider nicht sehr Erfolg versprechend. Mittels Physiotherapie sollte versucht werden, dem Muskelschwund durch die nachlassende Bewegungsfähigkeit so lange wie möglich entgegenzuwirken.