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Fragmentierter Processus coronoideus Hund

Daniela Z. aus Regensburg fragt:

Bei meinem 9 Monate alten Labrador-Rüden wurde ein so genannter fragmentierter Processus coronoideus festgestellt. Was muss ich mir darunter vorstellen und was bedeutet das für das weitere Leben meines Hundes?

 

Liebe Daniela!


Der Processus coronoideus ist ein bestimmter Knochenfortsatz im Ellbogengelenk. Bei gewissen Knochenwachstumsstörungen oder bei vererbten Gelenkanomalien kann es vorkommen, dass als Folge einer dieser Grunderkrankungen das besagte Knochenstückchen abbricht. Dann spricht man im Fachjargon von einem fragmentierten Processus coronoideus.
Vor allem Junghunde großwüchsiger Rassen sind von dieser Krankheit betroffen. Die Anzeichen sind Lahmheit der entsprechenden Gliedmaße oder Schmerzen beim Strecken. Auch ein heißes und verdicktes Ellbogengelenk lässt sich fühlen. Der Tierarzt stellt die Diagnose in der Regel durch eine Röntgenuntersuchung, die in den meisten Fällen – wegen der Schmerzhaftigkeit der Erkrankung – in Vollnarkose durchgeführt werden muss.
Wenn die Fraktur frühzeitig festgestellt wird, d. h. bevor allzu starke Gelenkveränderungen aufgetreten sind, operiert man den Ellbogen. Das abgebrochene Knochenstück wird entfernt und die Grunderkrankung nach Möglichkeit behoben. Innerhalb von 6 bis 8 Wochen, in denen das Tier entsprechende Physiotherapie und viel Ruhe erhält, erholt sich besonders beim jungen Hund das Gelenk meistens vollständig, ohne dass sein weiteres Leben dadurch beeinträchtigt wird.
Im anderen Fall, also wenn der Bruch nicht erkannt wurde und das Gelenk bereits fortgeschrittene arthrotische Veränderungen zeigt, sind die Aussichten weniger gut. Meistens bleibt bei diesen Tieren eine lebenslange Einschränkung bestehen. Um die Lebensbedingungen trotzdem optimal zu gestalten, sollten sie einer dauernden tierärztlichen Kontrolle unterzogen werden. Gewichtsmanagement, entzündungshemmende Schmerzmittel und kontrollierte Bewegungsaktivitäten stehen an erster Stelle. Zur zeitgemäßen Therapie gehören auch knorpelschützende Ergänzungsfuttermittel und regelmäßige Physiotherapiebegleitung des Patienten, um die Gelenkbeweglichkeit so lange wie möglich schmerzfrei zu erhalten.
In letzter Zeit hat uns besonders die moderne Physiotherapie gezeigt, dass auch chronische Krankheiten des Bewegungsapparats erfolgreich behandelt werden können.