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FIP II

Thorsten S. aus Lloseta fragt:

Was genau ist FIP für eine Katzenkrankheit und stimmt es, dass man sie nicht heilen kann?

 

Lieber Thorsten!


FIP steht als Abkürzung für die "Feline infektiöse Peritonitis". Es handelt sich um eine Viruskrankheit, die bei Katzen vorkommt und die in der Tat nicht heilbar ist. Wie bei vielen viralen Erkrankungen sind meistens junge oder alte Tiere betroffen, deren Immunsystem noch nicht ausgereift oder aber geschwächt ist.
Die verantwortlichen Viren, die zur Gruppe der so genannten Coronaviren gehören, kommen überall und zahlreich in der Umwelt vor. Die Katzen nehmen das Virus über die Schleimhäute auf. Es vermehrt sich im Darm der Tiere. In den allermeisten Fällen führt die Virusvermehrung zu einer ausreichenden Immunantwort des Organismus, d h. das körpereigene Abwehrsystem des betroffenen Tieres bildet "Antikörper". Die Antikörper vernichten die Viren und schützen die Katze auch bei erneuten Infektionen. Bei einem kleinen Protzentsatz aber ist die Immunantwort auf die Infektion nicht ausreichend. Dafür kann es viele Gründe geben. Entweder lebt das Tier in einer Population mit hohem Infektionsdruck (Tierheime, "Hotelkatzen" usw.) oder das Abwehrsystem ist bereits durch andere Krankheiten, wie beispielsweise Leukose oder "Katzen-Aids" angeschlagen. Dann kann sich das Coronavirus im Katzenkörper -trotz Abwehrreaktion- verändern und zum gefährlichen FIP-Virus mutieren. Das betroffene Tier wird krank. Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust und Fieber sind die häufigsten Krankheitszeichen zu Beginn. Es gibt zwei Formen der Krankheit. Einmal die "feuchte FIP", bei der sich Flüssigkeit in den großen Körperhöhlen ansammelt. Die Katzen bekommen einen "Wasserbauch" und/oder einen Brusthöhlenerguß. Zum anderen gibt es die "trockene Form", bei der sich äußerlich keine eindeutigen Anzeichen erkennen lassen.
FIP im Anfangsstadium nachzuweisen ist sehr schwierig. Es gibt keine Labormethode, die eine FIP hundertprozentig bestätigen kann. Im Verlauf der Krankheit, besonders bei der "feuchten" Form kann jedoch, durch die immer klarer werdenden Symptome und veränderten Blutwerten, die Diagnose gestellt werden.
Leider, Thorsten, führt die Infektion in beiden Fällen zum Tod, da es keine bekannte Behandlungsmöglichkeit gibt, das Virus zu bekämpfen.