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Maulhöhlenerkrankungen Katze

Katharina J. aus Porreres fragt:

Unsere Katze lässt seit neuestem beim Fressen kleine Schreie los und manchmal fallen ihr die Brekkies einfach aus dem Maul. Hat unsere Katze Zahnschmerzen?

 

Liebe Katharina!


Ja, es ist durchaus möglich, dass Ihre Katze Zahnschmerzen hat. Zumindest scheint ein Problem in der Maulhöhle vorzuliegen, so wie Sie das Verhalten des Tieres schildern. Eine derartige Erkrankung wäre nichts Ungewöhnliches. Maulhöhlenerkrankungen zählen zu den häufigsten Erkrankungen bei Katzen überhaupt.

Die Symptome, oder Krankheitsanzeichen, sind meistens recht eindeutig. Entweder zeigt sich ein Problem bei der Nahrungsaufnahme, so oder ähnlich wie Sie es oben bereits beschrieben haben. Oder die Tiere verweigern sogar das Futter. In der Regel geht Zahnweh bei der Katze mit übermäßigem Speichelfluss und verminderter Fresslust einher. In der Anfangsphase einer Maulhöhlenerkrankung ist die Symptomatik oftmals nicht sehr ausgeprägt und wird leicht übersehen. Die Tiere streifen häufig mit der Pfote über ihr Gesicht oder versuchen mit der Pfote in die Maulhöhle zu gelangen. Oder sie streichen mit dem gesamten Kopf an Gegenständen oder auf dem Teppich entlang. Solche schleichenden Verhaltensänderungen sind anfänglich recht unauffällig, verstärken sich aber zunehmend bis es zu Schwierigkeiten bei der Futteraufnahme kommt. Mundgeruch, Zähneknirschen oder Kopfschiefhaltung beim Fressen sind immer Alarmzeichen für eine Erkrankung.

Die einzige Möglichkeit, eine Diagnose zu stellen, ist die detaillierte Untersuchung der Maulhöhle. In der Regel ist dies bei Katzen nur unter Vollnarkose möglich. Diesen Umstand sollte man aber unbedingt in Kauf nehmen, da eine rechtzeitige Erkennung von Zahn- bzw. Kiefererkrankungen für die Katze nicht selten lebensrettend sein kann. Krankheiten des Zahnhalteapparats, wie Parodontitiden, Zahnfleischentzündungen und Schleimhautentzündungen des Gaumens und der Zunge, verursachen nicht nur Schmerzen bei der Futteraufnahme, sie beeinträchtigen auch das gesamte Allgemeinbefinden des Tieres. Liegt der Krankheit gar eine Virusinfektion zugrunde, wie beispielsweise Leukose und/oder Katzen-AIDS, sind die Zahnfleischentzündungen ausgesprochen hartnäckig und im fortgeschrittenen Stadium auch oftmals therapieresistent. Normalerweise setzen sich Bakterien in der entzündeten Schleimhaut fest und verursachen, neben dem üblen Mundgeruch, auch Allgemeininfektionen, Herzklappenentzündungen oder Leber- und Nierenschäden.
Also, Katharina, Mieze in den Katzenkorb und auf zum Tierarzt!