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Gelenkversteifung

Martin J. aus Cala Blava fragt:

Unsere Bulldogge ist unters Auto gekommen und jetzt ist das Hinterbein völlig kaputt. Man sagte uns es sei eine vollständige Arthrodese des Sprunggelenks nötig. Könnten Sie uns das bitte kurz kommentieren?

 

Lieber Martin!


Unter einer Arthrodese versteht man die Versteifung eines Gelenks. Diese Operation muss in Erwägung gezogen werden, wenn ein Gelenk so stark zerstört ist, dass auch nach der Heilung nicht damit zu rechnen ist, dass das Gelenk wieder schmerzfrei funktioniert. Gerade das Sprunggelenk ist ein sehr kompliziertes Gelenk, das aus mehreren Gelenkanteilen und einem diffizilen Bandapparat besteht. Je nach Art und Ausmaß der Verletzungen kann es daher durchaus nötig sein, eine Panarthrodese, also eine vollständige Versteifung des Tarsalgelenks, durchzuführen.
Eine derartige Operation wird nach vier chirurgischen Grundprinzipien durchgeführt. Nach Eröffnung des Gelenks wird von allen an der Arthrodese beteiligten Gelenkoberflächen der gesamte Gelenkknorpel entfernt. Anstelle des Knorpels werden – zur Beschleunigung der Knochenheilung – Spongiosatransplantate in die Gelenkspalten eingebracht. Darunter versteht man eine bestimmte Knochensubstanz, die andernorts aus dem Inneren von Knochen entnommen und an der benötigten Stelle wieder eingepflanzt wird. Dann wird die betroffene Gliedmaße in eine funktionelle anatomische Position gebracht und so fixiert. Eine stabile Fixierung erfolgt mittels interner oder externer Fixation, durch die möglichst auch eine Kompression der Gelenkoberflächen erfolgt. In der Regel erreicht man das durch innere Platten und Schrauben oder durch spezielle äußere Konstruktionen aus Nägeln und Scharnieren.
Nach einigen Wochen sind die Gelenkspalten knöchern verwachsen und das Gelenk ist wieder belastbar. Durch die Versteifung bleibt zwar eine sichtbare Gangunregelmäßigkeit bestehen, aber dafür ist die Schmerzfreiheit für das Tier gewährleistet.