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Gliedmaßenamputation Katze

Martha G. aus Puig de Ros fragt:

Unsere Katze war zwei Tage verschwunden und ist gestern mit einem völlig kaputten Vorderbein nach Hause gekommen. Der Tierarzt rät zur Amputation, aber wir können uns nicht entschließen, ihr das anzutun. Sollen wir sie nicht besser einschläfern lassen?

 

Liebe Martha!


Diese Frage wird mir immer wieder gestellt, weil es leider in einer Tierarztpraxis öfter Fälle gibt, bei denen eine Amputation diskutiert werden muss. Autounfälle, Schussverletzungen, Bisswunden und nicht zuletzt bösartige Tumoren können Beispiele dafür sein. Die Amputation einer Gliedmaße ist sicherlich ein sehr radikaler Eingriff, der jeden Tierhalter zunächst schockieren mag. Aber wenn ein Gewebeschaden irreparabel oder ein Tumor inoperabel ist, ist es meistens der einzige Ausweg, um das Leben des Tieres zu erhalten.

Bei Hunden, insbesondere bei großen Rassen, muss man diesen Schritt sicher von Fall zu Fall gründlich diskutieren. Bei einer Hauskatze würde ich aber jedem Tierbesitzer zur Beinamputation raten. Ist die Operation erst einmal überstanden, wird der Patient ein paar Tage mit hochpotenten Schmerzmitteln versorgt, um ihm die Erholungsphase zu erleichtern. Dann bleibt er unter Aufsicht, bis er sein Gleichgewicht wiedergefunden und gelernt hat, auf drei Beinen zu laufen.

Eine Katze gewöhnt sich ausgesprochen schnell an das Fehlen eines Beines und es ist für sie eine ausgesprochen reale Möglichkeit, schmerz- und beschwerdefrei weiterleben zu können. Dreibeinige Katzen lernen in kürzester Zeit mit ihrer Behinderung umzugehen. Durch entsprechende Reha-Maßnahmen wie beispielsweise Lauftraining kann man diesen Lernprozess sogar noch beschleunigen. Schon nach ein paar Wochen wird man im Bewegungsablauf des betroffenen Tieres kaum einen Unterschied zu einem intakten Artgenossen feststellen können. Die Tiere rennen, springen, klettern und jagen mit nahezu derselben Eleganz, wie sie es zuvor getan haben.

Sie sollten Ihre Katze nicht einschläfern lassen. Es ist zwar für einen Laien zugegebenermaßen nicht ganz leicht, sich mit dem Anblick eines dreibeinigen Tieres abfinden zu müssen, aber glauben Sie mir, einer schmerzfreien Katze ist es völlig egal, dass ihr ein Bein fehlt. Sie sollten Ihre Skrupel unbedingt überwinden und sich für das Tier entscheiden. Ich bin mir ganz sicher, dass auch Sie nach ein paar Wochen „vergessen“ haben, dass Sie es mit einem behinderten Haustier zu tun haben und sich im Nachhinein immer wieder für einen derartigen Eingriff entscheiden würden.