Thema der Woche
NEU!!!
Eurotierklinik
Portal Nous!

Carretera Andratx 43/14
Tel: 971 677 606
Erfolgsstory!
Zahlreiche namhafte Modehersteller wie H&M, ESPRIT, Zara, C&A, Tchibo, Calvin Klein, Hugo Boss und andere sind nach Gesprächen mit PETA aus dem Angora-Geschäft ausgestiegen – und es folgen mehr.
mehr erfahren


Zahnweh

Martin F. aus Marratxi fragt:

Unser Hund muss einen Backenzahn gezogen bekommen. Man hat uns angeraten, schon vorher mit Schmerzmitteln zu beginnen und danach auch noch einige Tage Medikamente gegen Schmerzen zu geben. Wir sind keine Freunde von zu viel Medikamentengabe, meinen Sie das ist wirklich nötig?

 

Lieber Martin!


Zunächst kommt es darauf an, aus welchen Gründen der Zahn gezogen werden soll. Mögliche Gründe wären Zahnfrakturen, beispielsweise Wurzel- oder Zahnkronenverletzung, fortgeschrittene Krankheiten des Zahnhalteapparats, endodontische Infektionen wie Wurzelkanalentzündungen oder einfach nur persistierende Milchzähne, die entfernt werden müssen. Je nachdem, was für eine Grundkrankheit vorliegt, erfordert der Fall auch einen unterschiedlichen Medikamenteneinsatz.
Prinzipiell ist aber ganz allgemein zu sagen, dass Zahnextraktionen zu den schmerzhaftesten chirurgischen Eingriffen überhaupt zählen. Und schmerzhafte Zustände führen in der Regel zu erheblichen Nebenwirkungen in einem erwarteten Heilungsprozess. Die Tiere erholen sich langsamer, die Rekonvaleszenzzeit ist verlängert und der Wundheilungsprozess wird negativ beeinflusst. Das ist hinreichend bekannt.
Eine kürzlich durchgeführte Doppelblindstudie zu diesem Thema konnte diese Erkenntnis bestätigen. Mit standardisierten Verfahren wurde die Schmerzsituation von Hunden vor, am Tag und zu verschiedenen Zeitpunkten nach einer Operation erhoben. Die mit einem bestimmten Schmerzmittel behandelten Tiere zeigten deutlich weniger Schmerzen als die Tiere in den Kontrollgruppen, erholten sich wesentlich schneller und zeigten einen positiveren Heilungsverlauf, ohne dass sie einer Zusatzbehandlung bedurften. Gleichzeitig bestätigten die begleitenden Untersuchungen, dass weder bei der klinischen Befunderhebung noch in den Laborparametern negative Auswirkungen der Schmerzmedikamente auf den Körper zu finden waren.
Das bedeutet, dass durch die analgetische Behandlung eine Operation den Organismus weniger belastet und der Hund sich nach der Operation bedeutend schneller erholt. Eine potente, präzise und schnelle Schmerzbefreiung wird demnach vom Körper gut toleriert und hilft dem Tier sicher und effektiv unnötige Entzündungsvorgänge zu vermeiden.