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Fellpflege Hund

Tino M. aus Cala Major fragt:

Ist es für die Gesundheit eines Hundes wirklich notwendig, dass man ihn ständig badet, bürstet und schert? In der Natur ist das schließlich auch nicht vorgesehen.

 

Lieber Tino!


Für den Wolf, der in freier Natur lebt, ist regelmäßige Fellpflege – zumindest wie wir sie verstehen – natürlich nicht vorgesehen. Aber ein Haushund, der dem Leben in heutiger Zivilisation vollkommen angepasst ist, profitiert ungemein von einer regelmäßigen Körperpflege. Abgesehen davon, dass man ein Tier spielerisch an physische Manipulationen gewöhnt, wenn man schon im Welpenalter mit dem Bürsten beginnt, wird durch Bürsten und Kämmen Schmutz und Staub entfernt und ein eventueller Parasitenbefall frühzeitig erkannt. Wie bei jeder Massage wird die Hautdurchblutung angeregt, der Hautstoffwechsel dadurch gefördert und Haarwachstum, Fellwechsel und Zellregeneration unterstützt.

Gerade bei langhaarigen Hunde- und Katzenrassen kommt es leicht zu Verfilzungen, wenn nicht gebürstet wird. Filz kann sehr dicht sein und die Luftzirkulation an der Hautoberfläche vermindern. Das führt – gerade in der heißen Jahreszeit – nicht selten zu unschönen Ekzemen, die für das Tier sehr schmerzhaft sein können und fast immer eine tierärztliche Behandlung erfordern. Zur Körperpflege beim Haustier gehört auch die Kontrolle und eventuelle Reinigung der Augenumgebung, des äußeren Gehörganges, der Pfoten und des „Intimbereiches“.

Ein Bad halte ich allerdings nur dann für erforderlich, wenn der Hund schmutzig ist bzw. wenn eine medizinische Indikation für eine spezielle Badebehandlung vorliegt. Auch vom Scheren und Krallen schneiden sollte man selbst tunlichst die Finger lassen, wenn man damit keine ausreichende Erfahrung hat. Die Verletzungsgefahr für das Tier ist sehr hoch und nicht nur das: Schmerz und Schreck wird sich für lange Zeit – wenn nicht für immer – im Gedächtnis des Probanden einprägen und dem Vertrauensverhältnis zum Besitzer Schaden zufügen.