Thema der Woche
NEU!!!
Eurotierklinik
Portal Nous!

Carretera Andratx 43/14
Tel: 971 677 606
Erfolgsstory!
Zahlreiche namhafte Modehersteller wie H&M, ESPRIT, Zara, C&A, Tchibo, Calvin Klein, Hugo Boss und andere sind nach Gesprächen mit PETA aus dem Angora-Geschäft ausgestiegen – und es folgen mehr.
mehr erfahren


Fibrotische Myopathie

Fritz N. aus Calas de Mallorca fragt:

Unser Malinois (Belgischer Schäferhund) ist jetzt fünf Jahre alt und lahmt seit einigen Wochen. Der Tierarzt konnte nichts Genaues feststellen, auch die Röntgenbilder sind in Ordnung und alle Medikamente haben nicht geholfen. Die Humpelei wird jetzt immer schlimmer, der Hund läuft richtig komisch. Haben Sie noch eine Idee?

 

Lieber Fritz!


Möglicherweise handelt es sich um eine sehr selten auftretende so genannte fibrotische Myopathie. Das wäre denkbar, da der Belgische Schäferhund – neben Deutschem Schäferhund und Bobtail – zu den Rassen zählt, die von dieser Krankheit betroffen sein können.

Hauptsächlich sind zwei bestimmte Muskeln der Hinterhand betroffen. Das normale Muskelgewebe wird dort im Verlauf der Erkrankung vom Körper ganz schleichend in Fasergewebe umgewandelt. Die betroffenen Muskeln sind dann irgendwann nicht mehr beweglich und elastisch, sondern hart und steif. Die Ursache dieser Muskelkrankheit ist nicht bekannt.

Die typischen Symptome sind eine langsam beginnende und immer schlimmer werdende Lahmheit in einem oder beiden Hinterläufen. Beim Gehen werden die Knie nach innen gezogen und die Sprunggelenke nach außen gedreht, so dass sich ein seltsam anmutendes Gangbild ergibt.

Bei der Untersuchung stellt man u. U. an der Innenseite des betroffenen Kniegelenks eine Verdickung und Verhärtung des Muskels fest, die manchmal auf Druck schmerzhaft sein kann. Bei einseitiger Betroffenheit kann man meistens auch gut erkennen, dass die Auswärtsdrehung des Hüftgelenks oder die Streckung von Knie- und Sprunggelenk eingeschränkt sind, vor allem, wenn das Tier auf dem Rücken liegt.

Leider spricht die Krankheit auf keinerlei medikamentelle Behandlung an. Auch Kortisone können das Geschehen nicht beeinflussen. Wenn man die betroffenen Muskelstränge chirurgisch durchtrennt, ist zwar eine sofortige Besserung der Lahmheit zu beobachten, aber eine Heilung ist dadurch nicht zu erzielen. Innerhalb weniger Monate wächst erneut Fasergewebe in das operierte Gebiet ein und die Lahmheit kehrt zurück. Bis heute ist leider kein Eingriff bekannt, der das Problem dauerhaft lösen könnte.