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Leishmaniose, Vorbeugung und Therapie

Fritz N. aus Establiments fragt:

Was kann man tun, um seinen Hund vor der Leishmaniose zu schützen? Und was ist zu tun, wenn das Tier bereits infiziert ist? Kann man die Krankheit mit „Naturmedizin“ heilen?

 

Lieber Fritz!


Wie Sie vielleicht in den letzten Ausgaben des MM gelesen haben, ist Leishmaniose eine Krankheit, die von einzelligen Parasiten verursacht und von Sandmücken übertragen wird. Das es kein Medikament gibt, um den Parasiten namens Leishmania im Körper effektiv abzutöten, besteht der Schutz gegen die Krankheit in einem konsequenten vorbeugenden Schutz vor diesen stechenden Mücken. Ganz einfach kann man diese Gefahr reduzieren, indem man den Hund beispielsweise in den warmen Monaten nicht im Freien schlafen lässt, denn die Flugzeiten der Sandmücken beschränken sich auf die Nacht. Weiterhin bietet ein Ventilator einen gewissen Schutz, da die Insekten sehr windempfindlich sind. Auch in Höhen über drei Meter, also in oberen Stockwerken, ist die Gefahr gestochen zu werden, gering. Heute weiß man auch, dass Neonlampen, Quarzlampen und auch Energiesparlampen im Gegensatz zu herkömmlichem Licht die Sandmücke nicht anlockt.

Zusätzlich zu diesen einfachen Vorsichtsmaßnahmen sollte jeder Hund, der sich in Leishmaniose gefährdeten Gebieten aufhält, mit einem so genannten „Repellent“, d. h. einem Medikament, das Mücken vom Stechen abhält, geschützt werden. Seit einigen Jahren ist ein Halsband auf dem Markt, das mit Deltamethrin gesättigt ist. Dabei handelt es sich um ein gegen Sandmücken hochwirksames Insektizid, ein synthetisches Pyrethroid. Das Halsband gibt den Wirkstoff gleichmäßig ab, der sich dann im Fettfilm der gesamten Hundehaut verteilen kann. Das „Gift“ wird nicht vom Hundekörper aufgenommen, sondern verbleibt ausschließlich auf der Haut und wird von Hunden ausgesprochen gut vertragen. Durch die Fettlöslichkeit des Medikaments schadet ihm auch ein Wasserbad nicht. Auf Shampoo muss dabei allerdings verzichtet werden, da der Wirkstoff dadurch entfernt wird. Durch eine bestimmte Technik wird das Medikament über Wochen in gleich bleibender Dosis abgegeben und gelangt auch beispielsweise nicht über Verdunstung in die Umgebung des Tieres.

In groß angelegten Studien konnte nachgewiesen werden, dass die Insekten durch das Halsband nicht nur ferngehalten oder abgetötet, sondern auch vom Stechen abgehalten werden (ein so genannter „Anti-feeding-Effekt“). Seit kurzer Zeit steht uns auch ein Auftropfpräparat mit ähnlichen Effekten zur Verfügung.

Kein Insektenschutz, Fritz, ist jedoch hundertprozentig. Da die Inkubationszeit einer Leishmanienerkrankung beim Hund sehr lange sein kann, empfiehlt es sich, regelmäßig testen zu lassen, ob eine Infektion stattgefunden hat. Mittels eines speziellen Bluttests kann man feststellen, ob ein Körper so genannte Antikörper gegen den Erreger produziert hat und somit Rückschlüsse auf eine mögliche Erkrankung ziehen. Gegebenenfalls sind dann weitere Untersuchungen nötig.

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ACHTUNG: Seit Januar 2012 steht uns eine Schutzimpfung gegen Leishmaniose zur Verfügung. Fällt der Bluttest negativ aus, kann sofort geimpft werden.

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Leishmaniose ist nicht heilbar. Wenn das körpereigene Abwehrsystem des Patienten nicht in der Lage ist, die Parasiten zu beseitigen, können wir durch Medikamente die Leishmanien nur „in Schach halten“. Wurde die Krankheit frühzeitig erkannt, bevor Körperorgane unwiderruflich geschädigt wurden, gelingt das mit den momentan zur Verfügung stehenden Medikamenten meistens auch recht gut