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Knochenbruch Katze

Micha D. aus Sa Rapida fragt:

Unsere Katze hat wahrscheinlich das Bein gebrochen. Sie kam auf drei Beinen heim, das eine Hinterbein baumelt ganz komisch. Reicht es, wenn das Bein geschient wird?

 

Liebe(r) Micha!


Selbstverständlich ist das so nicht zu beantworten. Auch der Tierarzt kann nach einer klinischen Untersuchung nur eine Verdachtsdiagnose stellen. Um einen Knochenbruch festzustellen oder richtig zu beurteilen – insbesondere im Hinblick auf therapeutische und prognostische Einzelheiten – ist eine Röntgenuntersuchung einfach obligatorisch.
Liegen Röntgenbilder vor, muss man eine konservative gegenüber einer chirurgischen Behandlung abwägen.

Bei Katzen bestehen generell günstige Voraussetzungen, dass Läsionen des Stütz- und Bewegungsapparats gut verheilen. Zum Beispiel kann es bei Becken- oder Schulterblattfrakturen bei entsprechender Ruhigstellung zu einer funktionellen Spontanheilung kommen, da durch die allseits umgebenden Muskeln die einzelnen Fragmente in der richtigen Lage zueinander gehalten werden. So kann eine entsprechende Kallusbildung die Heilung einleiten. Die Komplikationsgefahr ist bei Katzen in diesen Fällen gering, da eine hervorragende Heilungsbereitschaft der Knochen besteht.

Viele andere Brüche müssen jedoch – wie bei anderen Spezies auch – operiert werden. Meistens ist auch das problemlos möglich, da durch die sehr harte und widerstandsfähige Knochensubstanz eine feste Verankerung von Implantaten möglich ist. Zudem bewegen sich operierte Katzen sehr geschickt, so dass der lädierte Bereich optimal geschont wird. Und durch ihr geringes Körpergewicht wird dem operierten Bein keine große Belastung zugemutet. Auf Stütz- oder Schienverbände kann nach einer Operation häufig verzichtet werden, da Katzen eine operierte Gliedmaße schonend unter dem Körper lagern können.

Schwierig ist eigentlich nur das eigenwillige Verhalten dieser Spezies. Die „Freiheitsberaubung“ durch Käfighaltung wird in den wenigsten Fällen gut toleriert. Am besten sind diese Tiere während der Rekonvaleszenz in ihrer vertrauten Umgebung und unter der Obhut von Bezugspersonen aufgehoben.