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Hautbiopsie

Franzi E. aus Sa Torre fragt:

Unser Hund hat immer wieder Hautausschläge und haarlose Stellen. Wenn er Medikamente bekommt, geht es zwar weg, aber nach einiger Zeit kommt es an irgendeiner anderen Stelle wieder. Wir hätten gerne, dass man ein Hautstück ans Labor schickt, um herauszufinden, was er eigentlich hat.

 

Liebe Franzi!


Ganz so einfach gestaltet sich die Diagnosefindung nur in seltenen Fällen. Die Untersuchung einer Hautbiopsie führt nicht unbedingt direkt zur Lösung des Problems. Obwohl es nach wie vor die einzige Methode ist, die morphologischen Veränderungen eines Gewebes sichtbar zu machen, bedeutet das nicht, dass die gefundenen Veränderungen immer einer ganz bestimmten Krankheit zugewiesen werden können.
In der Regel ist die histopathologische Untersuchung einer Hautprobe hauptsächlich als zusätzliches diagnostisches Hilfsmittel von Nutzen. Zunächst werden die Krankheitsgeschichte und das klinische Bild des Hautpatienten unter die Lupe genommen. Dem folgen die mikroskopischen Untersuchungen oberflächlich entnommener Proben, wie Hautgeschabsel, Abklatschpräparate oder Haare. Erst wenn das nicht zum Erfolg führt, wird die Hautbiopsie in Erwägung gezogen.
Biopsien im Anfangsstadium einer Erkrankung sind am Erfolg versprechendsten. Ist die Krankheit chronisch, sollte eine Primärlesion gesucht und biopsiert werden. Um eine derart repräsentative Stelle zu finden, ist es wichtig, aufgrund der vorhergehenden Untersuchungen bereits eine Verdachtsdiagnose vorliegen zu haben. Auch sollten bakterielle Infektionen oder der Befall von Hautpilzen vor der Hautentnahme behandelt werden, da die Grunderkrankung sonst sehr leicht maskiert werden kann. Aus dem gleichen Grund sollte auch nicht während einer entzündungshemmenden Therapie biopsiert werden.
Auch sollte die Untersuchung der Hautstanze von einem darauf spezialisierten Labor vorgenommen werden. Nur so kann gewährleistet werden, dass eine Hautbiopsie wirklich weiterhilft. Wurde die Probe korrekt entnommen und kompetent histopathologisch untersucht, führt sie in der Regel zum Ausschluss bestimmter Krankheiten, zu einer zusätzlichen Differentialdiagnose und zu einer Aussage über Prognose, Behandlungserfolg und Entwicklung der Hautkrankheit.