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Ekzem

Lorenzo V. aus Sa Torre fragt:

Unser Golden Retriever hat seit gestern eine haarlose, nässende Stelle am Hals. Er kratzt sich wie verrückt und obwohl ich gleich gestern Betaisadonna aufgetragen habe, scheint es heute noch größer zu sein. Muss ich zum Tierarzt?

 

Lieber Lorenzo!


Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit handelt es sich bei dem beschriebenen Ekzem um einen so genannten „Hot Spot“. Das ist eine entzündliche veränderte Hautstelle, die mit Bakterien infiziert ist.

Man unterscheidet den oberflächlichen und den tiefen Hot Spot. Die oberflächliche Form ist stark juckend, nässend und kann sich rasant in der Umgebung ausbreiten. Bei der tieferen Form sind die Haarwurzeln infiziert und sie zeichnet sich durch enorme Schmerzhaftigkeit aus. Beide Formen müssen tierärztlich behandelt werden, wobei für die tiefe Form dieser Entzündung eine aggressivere und auch längerfristige Therapie nötig ist.

Ursachen für einen Hot Spot sind vielfältig. Von allergischen Reaktionen über kleine Hautverletzungen bis zu Fremdkörpern oder Parasiten kann alles in Frage kommen. Durch den zugrundeliegenden Juckreiz beginnt der Patient durch Kratzen, Lecken oder Knabbern die Haut zu schädigen. Es entstehen Mikroverletzungen und PH-Wert-Veränderungen, die ein Bakterienwachstum begünstigen und den Grundstein für die Infektion legen.
Für die Diagnose und die nachfolgende Behandlung ist es wichtig, die betroffene Stelle auszuscheren und mit geeigneten Medikamenten zu reinigen. Je nach Schmerzhaftigkeit und Temperament des Patienten kann sogar eine Narkose für Untersuchung und Rasur notwendig werden. Bei der oberflächlichen Form der Erkrankung reicht es oft aus, mit Juckreiz stillenden Medikamenten und oberflächlichen desinfizierenden Behandlungen die weitere Ausbreitung der Entzündung zu stoppen. Bei der tiefen Form kommt man in der Regel um eine ausreichende systemische Antibiose nicht herum.

In jedem Fall sollten Sie tierärztlichen Rat einholen, um einer Verschlimmerung vorzubeugen.