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Zungenkontakt

Nathalie T.aus Campos fragt:

Was sind Prozessionsspinnerraupen? Wie gefährlich können diese Tierchen meinem Hund werden und woran erkenne ich, daß es sich um solche handelt?

 

Liebe Nathalie!


Obwohl die Balearen im letzten Jahr der Plage flächendeckend den Kampf angesagt hatten, gibt es auch in diesem Frühjahr wieder viele Kiefern, an denen die wattigen Nester hängen, in denen sie zu Hunderten leben, die Prozessionsspinnerraupen.
Die Tierchen sind von winzigen braunen Härchen überzogen, die sich bei leisester Berührung lösen- sei es vom Streifen eines Windhauches, sei es durch den Kontakt mit unserer Haut, sei es durch den Kontakt mit der Zunge
eines Hundes- und enorme allergische Reaktionen auslösen können.
Das erste Opfer dieses Jahr in unserer Praxis war ein deutscher Schäferhund, der sich eine solche Raupe einverleibt hatte…
Innerhalb einer Stunde war die Zunge derart angeschwollen, dass sie nicht mehr in die Maulhöhle passte.Wenig später zeigten sich die ersten geschwürigen Veränderungen und erst am nächsten Tag konnte man das ganzte Ausmaß des Schadens sehen.
Glücklicherweise hat dieser Hund seine Zungen nicht verloren, aber oft enden solche Raupenkontakte fatal und großflächige Zungenverluste können schwerwiegende Folgen haben.

Diese Raupe ist ein bestimmtes Entwicklungsstadium eines unscheinbaren Schmetterlings mit dem lateinischen Namen Thaumetpoea pityocampa
Sein Verbreitungsgebiet ist beträchtlich. Spanien, Portugal, Frankreich, Italien, Griechenland, also der gesamte Mittelmeerraum und natürlich die Balearen mit eingeschlossen.Die Schmetterlinge fliegen im Mai bis August und legen ihre Eier in Kiefergehölzen ab. Nach knapp einem Monat schlüpfen die ersten Larven aus den zahllosen Eiern und ernähren sich während ihrer weiteren Entwicklung von ihrem Wirtsbaum.
Bis zur Ausbildung der endgültigen Raupe werden fünf Entwicklungsstadien durchlaufen.
Die ersten beiden Stufen sind harmlos. In der dritten Phase werden die bekannten Nester geformt und sie entwickeln mehr oder weniger ihre endgültige Form und die gefährliche Behaarung.
In der vierten und fünften Entwicklungsstufe müssen sie nachts ihre Nester verlassen, um sich ausreichend ernähren zu können. Während der Phase dieser intensiven Nachtaktivität erleiden die Bäume die größten Schäden.
Im Frühjahr verlassen die Raupen ihr Nest und bewegen sich in langen prozessionsartigen Märschen über den Boden. Daher der Name.