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Sesambeine

Christian W. aus Pollenca fragt:

Wir haben einen jungen Rottweiler-Mischling, der letzte Woche nach einem Spaziergang am Vorderbein zu humpeln anfing. Die Pfote ist leicht angeschwollen, aber auf den Röntgenaufnahmen konnte der Tierarzt nichts finden. Entzündungshemmende Tabletten, die er seither bekommt, haben bis jetzt auch keinerlei Besserung gebracht. Was würden Sie vorschlagen?

 

Lieber Christian!


Vielleicht sollte man die Pfote noch einmal genauer untersuchen. Unter Umständen liegt ja eine Fraktur von einem oder mehreren so genannten Sesambeinen vor. Sesambeine sind kleine, in Sehnen eingelagerte Knöchelchen. Ihre Funktion besteht zum einen in einer Art Hebelwirkung für die Sehne. Durch die Zwischenschaltung eines Sesambeins vergrößert sich der Abstand der Sehne zum entsprechenden Knochen. Auf diese Weise wird der Kraftaufwand reduziert, den die Sehne benötigt, um den Knochen zu bewegen. Zum anderen verringert das Sesambein die Druckbelastung, der eine Sehne ausgesetzt ist, wenn sie über eine Gelenkfläche gleitet, und trägt somit entscheidend dazu bei, eventuelle Schäden zu vermeiden.

Das wahrscheinlich bekannteste Sesambein ist die Kniescheibe. Sie ist in die Endsehne des großen Oberschenkelmuskels eingelagert und unterstützt die Streckung des Kniegelenks.

Auch in den Pfoten des Hundes gibt es diese Sesambeine. Sie sind gerade bei Hunden, die noch nicht ausgewachsen sind, röntgenologisch nicht immer leicht darzustellen. Man sollte an den Stellen, wo die Zehengelenke angeschwollen oder verdickt sind, untersuchen, ob ein Bewegungsschmerz auslösbar ist oder eventuell eingeschränkte Beugefähigkeit vorliegt. Liegen diese Befunde vor und ergibt ein gezieltes Röntgenbild der betroffenen Region ebenfalls den Verdacht auf ein verletztes Sesambein, sollte dem Tier ein Immobilisationsverband angelegt werden. Es ist zwar für den jungen Hund unangenehm, wenn er in seinem Bewegungsdrang eingeschränkt wird, aber durch eine derartige Ruhigstellung der betroffenen Gelenke lässt sich in der Regel die volle Funktionsfähigkeit der Extremität wiedererlangen.