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Lahmheiten Katze

Fred K. aus Mallorca fragt:

Ich habe eine große Bitte. Durch diverse Umstände bin ich an einen Kater geraten, den ich seit ca. 12 Monaten in Obhut habe. Ich weiß weder das Alter (ca. 8-10 Jahre) noch die Herkunft. Er frisst sehr gerne rohes Geflügelfleisch, das übliche Nassfutter aus den SB-Märkten, aber auch teilweise Trockenfutter und schon mal ein Eigelb pro Woche. Jetzt der Anlass meines Schreibens. Seit 3 Tagen hat er Schwierigkeiten mit seiner rechten Hinterpfote, seit gestern Abend kann es auch das Hinterteil sein. Es sieht aus als würde er lahmen. Er hat große Probleme mit dem normalen Laufen und hat kaum noch Sprungkraft. Anzeichen von großen Schmerzen kann ich nicht erkennen, er gibt keine Laute von sich. Oder ist dies bei Katzen normal? Nun habe ich gelesen, dass es sich um Thiamin-Vitamin B1- Mangel handeln könnte. Wäre das eine Möglichkeit und kann ich eine derartige Medizin im normalen Handel kaufen bzw. macht es Sinn?

 

Lieber Fred!


Wenn eine Katze unter einem Thiaminmangel leidet, entwickelt sie mit der Zeit eine Gehirnerkrankung. Das kommt daher, dass Thiamin als Coenzym funktioniert und eine wichtige Rolle für die Energieversorgung des Gehirns spielt. Steht nicht ausreichend Thiamin zur Verfügung, kommt es zu kleinen punktförmigen Blutungen im Bereich des Hirnstamms und Nervenzellen sterben ab. Neben allgemeinen Krankheitssymptomen wie Appetitverlust und Erbrechen zeigen sich auch neurologische Störungen. Da die Läsionen vor allem auch im Kleinhirn auftreten, kann es durchaus zu Bewegungsstörungen kommen. Hauptsächlich zeigen sich jedoch Sehstörungen und Krampfanfälle bis hin zum Koma. Eine Gehirnerkrankung, die auf Thiaminmangel beruht, kommt selten vor. Wenn sie überhaupt auftritt, dann hauptsächlich bei übermäßiger Fischfütterung, da im Fisch große Mengen an Thiamin spaltenden Enzymen enthalten sind, oder evtl. nach längerer Nahrungskarenz. Bei der Ernährung, die Sie bei Ihrer Katze beschreiben, ist ein Thiaminmangel praktisch ausgeschlossen. Trotzdem sollten Sie dem Problem unbedingt auf den Grund gehen. Ganz sicher hat Ihr Tier Schmerzen, da Lahmheiten in der Regel Ausdruck von Schmerz sind. Was allerdings genau dahintersteckt, kann ich Ihnen so nicht sagen. Angefangen bei einer Infektion bis hin zur Fraktur könnten alle möglichen Ursachen Auslöser für die Bewegungsstörung sein. Suchen Sie also bitte so bald wie möglich einen Tierarzt auf.