Thema der Woche
NEU!!!
Eurotierklinik
Portal Nous!

Carretera Andratx 43/14
Tel: 971 677 606
Erfolgsstory!
Zahlreiche namhafte Modehersteller wie H&M, ESPRIT, Zara, C&A, Tchibo, Calvin Klein, Hugo Boss und andere sind nach Gesprächen mit PETA aus dem Angora-Geschäft ausgestiegen – und es folgen mehr.
mehr erfahren


Operation bei chronischer Ohrenentzündung

Bettina T. aus Algaida fragt:

Meine Katze hat schon geraume Zeit eine Ohrenentzündung, die auch gar nicht mehr weggeht, weil der Gehörgang von einem Polypen zugewachsen ist. Man bekommt mittlerweile auch keine Medikamente mehr rein. Das Tier schüttelt ständig den Kopf und hat sicherlich auch Schmerzen. Was gibt es für Behandlungsmöglichkeiten?

 

Liebe Bettina!


In diesem Fall würde ich dringend zu einer Operation raten. Das Katzenohr ist etwas anders aufgebaut als das menschliche Ohr. Vor allem ist der äußere Gehörgang viel länger. Er führt von der Ohrmuschel aus in einen vertikalen Teil, den man normalerweise mit einem entsprechenden Gerät sehr gut einsehen kann. Dieser geht nach einigen Zentimetern in den horizontalen Teil über, der beim Trommelfell endet. Das Trommelfell trennt das äußere Ohr vom Mittelohr. Ist dieser Gehörgang verlegt, sei es durch Schmutz, Eiter oder eben durch ein Gewächs, bildet sich im horizontalen Teilabschnitt eine Art Brutstätte für Keime. Darin ist es dunkel, feucht und warm – Infektionserreger können sich also leicht vermehren.
Wenn es sich bei der Verstopfung des Ohrkanals um Polypen oder andere Tumore handelt, die von außen nicht entfernt werden können, muss man chirurgisch eingreifen. Dabei wird mit einer bestimmten Technik die äußere knorpelige Wand des Gehörgangs aufgeschnitten, eröffnet und nach außen umgeklappt. Dadurch hat man Zugriff auf die Geschwulst und kann sie entfernen. Gleichzeitig ist der Weg in den horizontalen Abschnitt des Kanals offen, der somit gereinigt und mit lokal wirksamen Medikamenten versorgt werden kann. Die umgeklappte Wand wird ins vorbereitete Wundbett eingelagert und spannungsfrei mit der Haut der Umgebung vernäht.
Nach einigen Tagen, in denen der Patient antibiotisch und analgetisch versorgt werden muss, ist durch die verbesserte Ventilation und durch die Sekretabflussmöglichkeit die Ohrenentzündung in der Regel abgeheilt.