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Leberdiät

Barbara K. aus Ses Salines fragt:

Bei unserer Katze wurde eine chronische Leberkrankheit festgestellt. Sie wurde tierärztlich behandelt und es geht ihr wieder gut. Jetzt soll sie eine spezielle Leberdiät zu fressen bekommen. Meinen Sie, dass so ein teures Spezialfutter mehr nützt als wenn ich ihr beispielsweise Futter selbst zubereite?

 

Liebe Barbara!


Einer chronischen Lebererkrankung können verschiedene Krankheitsbilder zugrunde liegen, wie zum Beispiel Leberverfettung, Leberzirrhose, hepatische Lipidose und mehr. Chronisch bedeutet, dass die Krankheit schon länger besteht und sich dementsprechend bereits bleibende Veränderungen in der Leber eingestellt haben. Mit der medikamentellen Behandlung versucht man, entzündliche oder infektiöse Vorgänge im Organ schnellstmöglich zu beheben.

Mit der gezielten diätetischen Behandlung soll das verbliebene intakte Gewebe des Organs in seiner Funktion unterstützt werden. Dabei bedient man sich heutzutage einer sehr differenzierten Auswahl diätetischer Möglichkeiten. Das Futter muss hochverdaulich und extrem schmackhaft sein, um den krankheitsbegleitenden Appetitmangel zu überwinden und Erbrechen zu vermeiden. Der Proteinanteil des Futters sollte idealerweise moderat reduziert sein, wobei auf die Hochwertigkeit der Proteine zu achten ist.

Gerade bei Leberfunktionsstörungen ist es wichtig, durch fermentierbare Fasern die Ansäuerung des Dickdarminhalts zu fördern, wodurch die Ammoniakbildung und -resorption minimiert werden können. Durch die Spezialdiät sollte die Zinkzufuhr erhöht und die Kupferzufuhr vermindert sein, um einer übermäßigen Kupferspeicherung in der Leber entgegenzuwirken.

Gerade bei Zirrhosen erweist es sich als günstig, auch die Natriumzufuhr zu begrenzen. Dadurch kann man die Gefahr einer Ödem- oder Bauchwassersuchtbildung reduzieren und Bluthochdruck vermeiden. Nicht zuletzt muss man – in Bezug auf den Schutz der Leberzellen vor oxidativem Stress – den positiven Effekt von Antioxidantien hervorheben, insbesondere von Vitamin E.

In der Regel gestaltet es sich als schwierig und aufwändig, einem chronischen Patienten auf Dauer mit selbst zubereitetem Futter alle diese Vorzüge zu bieten. Gerade bei Leberkrankheiten sollten Sie alle therapeutischen Möglichkeiten ausnutzen, die wir – auch unseren vierbeinigen Patienten – heutzutage bieten können.