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Gelbsucht

Monika L. aus Puig der Ros fragt:

Sagen Sie mal, kann eine Katze Gelbsucht haben?

 

Liebe Monika!


Natürlich können auch Katzen unter bestimmten Bedingungen eine Gelbsucht entwickeln. Unter dem Begriff Gelbsucht, medizinisch Ikterus, versteht man die gelb bis orangefarbene Verfärbung von Körpergeweben. Sichtbar wird das vor allem an wenig behaarten Hautstellen, wie etwa zwischen den Augen bzw. zwischen den Ohren. Aber auch an den Schleimhäuten der Maulhöhle und der Geschlechtsteile sowie in den Bindehäuten der Augen lässt sich eine solche Verfärbung erkennen. Sehr häufig ist auch der Urin auffallend dunkel gefärbt.
Die gelbe Farbe entsteht dadurch, dass im Körper ein Überschuss des Pigments Bilirubin anfällt. Bilirubin wird in der Leber produziert. Es kommt in den roten Blutkörperchen vor und ist Bestandteil der Gallenflüssigkeit.
Im Prinzip gibt es drei Möglichkeiten, wodurch die krankhafte Erhöhung dieses Farbstoffs im Körper auftreten kann. Zum einen, wenn es zu einem massiven Zerfall von roten Blutkörperchen kommt, beispielsweise durch bestimmte bakterielle, virale oder parasitäre Infektionen. Zum anderen, wenn Leberfunktionsstörungen auftreten, wie es bei Vergiftungen, Tumoren oder Leberverfettung der Fall sein kann. Und zum dritten können Verstopfungen der Gallengänge und/oder Gallenblase durch entzündliche Prozesse oder Gallensteine die Ursache sein. Je nach Grunderkrankung variieren auch die begleitenden Krankheitszeichen. Appetitlosigkeit, Schwäche, Erbrechen, schlechtes Allgemeinbefinden und vieles mehr können zusammen mit dem Ikterus auftreten.
Diagnostisch ist neben Blut- und Urinanalysen die Ultraschalluntersuchung wichtig. Man kann dadurch verändertes Lebergewebe, Tumoren oder Störungen im Gallesystem meist gut erkennen. In seltenen Fällen kann auch eine Leberbiopsie nötig sein. In jedem Fall ist eine Gelbsucht ein Notfall und muss umgehend vom Tierarzt abgeklärt werden.