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Leishmaniose, wie oft testen?

Irene K. aus Cala Blava fragt:

Wir haben unseren Hund letztes Jahr auf Leishmaniose testen lassen. Wie oft sollte man das eigentlich tun?

 

Liebe Irene!


So wie Sie Ihre Frage stellen, gehe ich davon aus, dass Ihr Hund bei dem letztjährigen Leishmaniose-Test nicht mit Leishmanien infiziert, also negativ war. In diesem Fall wäre ein erneuter Test jetzt wieder „fällig“. Wie Sie sicher wissen, wird diese parasitäre Erkrankung von kleinen sandfarbenen Stechmücken übertragen, die während der ganzen warmen Jahreszeit aktiv sind. Jetzt im Herbst, wo es langsam kälter wird und die Mücken ihre Aktivität einbüßen, ist ein guter Zeitpunkt testen zu lassen, ob sich Ihr Tier während der Saison angesteckt hat. Die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen der Ansteckung und dem Ausbruch der Krankheit, kann bei Leishmaniose unter Umständen recht lange dauern. Das bedeutet, dass man nicht davon ausgehen kann, dass ein Hund keine Leishmaniose hat, nur weil er noch keine Krankheitszeichen erkennen lässt. Aufschluss über eine Ansteckung mit dem Parasiten gibt ein Bluttest. Befinden sich Leishmaniose-Erreger im Körper, reagiert das Immunsystem mit der Produktion von Antikörpern gegen den Eindringling. Im günstigen Fall vernichten die Antikörper den Parasiten und dem Wirtstier passiert nichts. Im ungünstigen Fall, d. h. wenn ein Immundefekt vorliegt und die Antikörper nicht ganz genau passen, wird der Parasit nicht abgetötet. Er vermehrt sich und verbreitet sich im Körper. Das körpereigene Abwehrsystem bildet zwar immer größere Mengen an Antikörpern, aber diese sind leider nicht nur nutzlos, sondern in ihrem defekten Zustand sogar schädlich. Der Bluttest misst die Menge an Antikörpern, die im Blut zirkuliert. Wird ein bestimmter Wert überschritten, kann man davon ausgehen, dass der Hund über eben besagten Immundefekt verfügt und den Parasiten nicht selbstständig bekämpfen kann. Der Test ist positiv, d. h. er hat Leishmaniose.
Lässt man die Infektion unbehandelt, vermehrt sich der Parasit, das Immunsystem bildet immer weiter Antikörper und es kommt nach und nach zur Schädigung von inneren Organen. Kann man aber rechtzeitig eingreifen, ist es meistens möglich, die Organsysteme noch lange Zeit gesund zu erhalten. Heilbar ist die Leishmaniose leider noch nicht und die angekündigte vorbeugende Schutzimpfung wird auch noch eine Weile auf sich warten lassen. Daher sind die Bluttests im Moment unsere wichtigsten Helfer im Kampf gegen diese Krankheit.
Gesunde Hunde sollten mindesten jeden Herbst/Winter getestet werden. Bereits infizierte Hunde müssen sich dieser Kontrolle häufiger unterziehen, um frühzeitig zu erkennen, ob am Behandlungsmuster „gefeilt“ werden muss oder ob der Hund weiterhin medikamentell gut eingestellt ist.