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Myopathie der Labrador Retriever (LRM)

Franz H. aus Cala Radjada fragt:

Wir haben uns einen Wunsch erfüllt und uns einen Labrador Retriever zugelegt. Unser „Junge“ ist jetzt 5 Monate alt und bis jetzt hatten wir viel Spaß mit ihm. Seit Kurzem macht er uns aber Sorgen. Er spielt nicht mehr gerne, wird schnell müde und läuft ganz komisch, irgendwie steif. Müssen wir zum Tierarzt?

 

Lieber Franz!


Ja, Sie sollten unbedingt zum Tierarzt. Es gibt eine vererbbare Krankheit bei dieser Rasse, die in der Regel in einem Alter von sechs Wochen bis sechs Monaten auftritt, die so genannte Labrador Retriever Myopathie oder kurz LRM. Das Wort Myopathie bedeutet, dass es sich um eine Erkrankung der Muskulatur handelt, in diesem Fall um eine fortschreitende Zerstörung der Skelettmuskulatur. Dadurch kommt es zu unsicherem Gang, Schwäche und immer geringer werdender Belastbarkeit. Je nach Verlauf verstärken sich die Symptome mehr und mehr, bis die betroffenen jungen Hunde sich nur noch wie ein Kaninchen hüpfend fortbewegen können. Mit der Zeit bildet sich die Muskulatur am ganzen Körper zurück. Eine wirksame Therapie dieser Krankheit gibt es nicht. Allerdings stabilisiert sich die Symptomatik mit zunehmendem Alter. Wenn die Tiere ein Jahr überschritten haben und sich noch gut bewegen können, steht einer Haltung als Familienhund eigentlich nichts im Wege. Nur sehr stark betroffene Patienten, die ihre Bewegungsfähigkeit weitgehend verlieren, haben eine schlechte Prognose. Allerdings sind Hunde mit LRM in keinem Fall als Gebrauchshunde geeignet.
Die Diagnose kann der Tierarzt durch eine klinisch neurologische Untersuchung stellen und durch eine Muskelbiopsie absichern. Mittlerweile weiß man sehr viel über diese Krankheit und es gibt Gentests auf dem Markt, die mögliche „Vererber“ gezielt entdecken können. Bleibt zu hoffen, dass es durch diese Tests und eine verantwortungsvolle Zucht gelingt, die LRM zukünftig aus der Labradorpopulation zu verdrängen.