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Sebadenitis

Lara M. aus Puig der Ros fragt:

Bei unserem Pudelmischling fing vor ein paar Monaten ein komischer Haarausfall an. Das wurde immer schlimmer und mittlerweile fallen ihm büschelweise Haare aus und der ganze Körper ist voller Schuppen. Unser Tierarzt sagt, man könne nichts dagegen tun, vielleicht muss man ihn einschläfern. Könnern Sie uns helfen?

 

Liebe Lara!


Ihren Schilderungen zufolge könnte es sich unter Umständen um eine entzündliche Erkrankung der Talgdrüsen in der Haut handeln, um eine so genannte Sebadenitis. Bei dieser Krankheit fallen nicht nur Haare aus, sondern durch eine massive Störung im normalen Verhornungsprozess der Hautzellen kommt auch eine extreme Schuppenbildung vor.
Die Krankheitsursachen der Sebadenitis sind noch nicht vollständig geklärt, man vermutet aber erblich bedingte Auslöser. Im Verlauf der Erkrankung kann es vorkommen, dass die entzündeten Talgdrüsen mit der Zeit absterben. An diesen Stellen verkleben die Haare und ganze Haarbüschel mitsamt den Haarwurzeln fallen aus. Dieser schwerwiegende Haarausfall lässt die äußere Erscheinung der Hunde oft dramatisch wirken. Dennoch bleiben die meisten der Betroffenen körperlich gesund, so dass es sich mehr oder weniger um ein kosmetisches Problem handelt.
Das ist wichtig zu wissen, denn therapeutisch sind uns bei der Sebadenitis Grenzen gesetzt. Die milderen Formen sprechen gut auf Bäder mit schuppenlösenden und rückfettenden Shampoos und Spülungen an. Bei den schweren Formen arbeitet man zusätzlich mit essentiellen Fettsäuren, mit Medikamenten, welche die Hautbildung normalisieren, und neuerdings mit gezielten Gaben von Vitamin A. Leider sind Hunde mit Sebadenitis sehr anfällig für Hautinfektionen, so dass sehr oft eine begleitende antibiotische oder antifungale Behandlung notwendig wird. Auch Medikamente zur Entzündungshemmung sind meist unumgänglich.
Zunächst muss jedoch diese Verdachtsdiagnose gesichert werden. Das geschieht durch die Entnahme einer Hautprobe und deren Untersuchung in einem spezialisierten Labor. Handelt es sich tatsächlich um die beschriebene Sebadenitis, wird der Hund mit großer Wahrscheinlichkeit sein Leben lang behandelt werden müssen.