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Impfung gegen Leishmaniose

Familie N. aus Costix fragt:

Wir haben gehört, dass es jetzt bald eine Schutzimpfung gegen Leishmaniose gibt! Das ist eine aufregende Neuigkeit, würden Sie uns bitte die wichtigsten Informationen darüber mitteilen? Wir haben schon zwei Hunde durch diese Krankheit verloren!

 

Liebe Familie N.!


Natürlich informiere ich Sie gerne über die Impfungen, zumal wir viele Anfragen über diese Neuigkeit haben. Dier ersten Impfdosen sind vor ein paar Tagen angekommen und die Nachfrage ist groß.
Es handelt sich um eine aktive Immunisierung, d. h., das körpereigene Abwehrsystem soll durch den Kontakt mit dem Impfstoff lernen, im Ernstfall den „Feind“, also die Leishmanien, schnell zu erkennen und zu bekämpfen. Man hat dafür bestimmte parasiteneigene Eiweiße, die von den Leishmanien während des Wachstums produziert werden, präpariert – so genannte ESP – und sie mit einem Zusatzstoff – einem Adjuvans – versetzt, der die Immunantwort noch verstärkt. Die Impfung wird von den Tieren gut vertragen, Nebenwirkungen sind vergleichbar mit denen der etablierten Schutzimpfungen und im Prinzip unerheblich. Allergische Impfreaktionen sind sehr selten. Es ist auch nicht möglich, durch die Leishmanioseimpfung die Erkrankung zu provozieren, da das Serum ja keinen Parasiten enthält, sondern nur ESP.
Geimpft werden können alle gesunden Hunde ab dem sechsten Lebensmonat, die frei von Leishmaniose sind. Daher wird vor der Impfung Blut entnommen und mittels eines Schnelltests geprüft, ob auch wirklich keine Infektion vorliegt. Danach kann unmittelbar die erste Injektion erfolgen. Um die Antikörperbildung des Immunsystems anzuregen, muss nach drei Wochen eine zweite und nach weiteren drei Wochen eine dritte Impfung verabreicht werden. Danach reicht es, die Impfung alljährlich aufzufrischen, um die Impfwirkung aufrecht zu erhalten. Der Abstand zu anderen Schutzimpfungen sollte mindestens 14 Tage betragen.
Der Impfstoff wurde zwei Jahre versuchsweise getestet. Es zeigte sich, dass die geimpften Hunde ein wesentlich geringeres Risiko zeigten, an Leishmaniose zu erkranken als nicht geimpfte Tiere. Das gibt uns – vor allem in den endemischen Gebieten wie auf Mallorca – Hoffnung, zukünftig wirksam gegen diese unheilbare und oft tödlich verlaufende Krankheit vorgehen zu können.
Sollte Sie weitere Fragen haben, rufen Sie uns an oder vereinbaren Sie einen Termin.