Thema der Woche
NEU!!!
Eurotierklinik
Portal Nous!

Carretera Andratx 43/14
Tel: 971 677 606
Erfolgsstory!
Zahlreiche namhafte Modehersteller wie H&M, ESPRIT, Zara, C&A, Tchibo, Calvin Klein, Hugo Boss und andere sind nach Gesprächen mit PETA aus dem Angora-Geschäft ausgestiegen – und es folgen mehr.
mehr erfahren


Babesiose

Vera J. aus Deutschland fragt:

Unserer Hündin Sina geht es nicht gut. Sie hat sich in Frankreich durch einen Zeckenbiss mit Hundemalaria infiziert. Sie hat über 40° Fieber und auch das Herz ist nicht gut. Man kennt sich hier mit dieser Mittelmeerkrankheit nicht so gut aus. Können Sie mir weiterhelfen?

 

Liebe Vera!


Die im Volksmunde so genannte Hundemalaria ist eine Infektion mit einem einzelligen Erreger der Gattung Babesia. Synonyme Begriffe sind Babesiose oder auch Piroplasmose. Der Einzeller parasitiert in den roten Blutkörperchen von Wirbeltieren, die durch seine Vermehrung zerstört werden. Überträger der Krankheit sind bestimmte Zecken. Innerhalb von 1 bis 4 Wochen nach dem infektiösen Zeckenbiss entwickelt der betroffene Hund schubweise hohes Fieber. Durch den Zerfall der roten Blutkörperchen in den Blutgefäßen kann es zu rotbraun verfärbtem Urin, Bewegungsstörungen und/oder Lahmheiten kommen. Je nach Schweregrad der Symptome in dieser akuten Krankheitsphase kann der Tod des Patienten eintreten.
Ist der Hund in einer guten Abwehrlage und überwindet diese Phase, geht die Krankheit ins chronische Stadium über und die Krankheitszeichen verändern sich meistens. Anhaltendes Fieber, Appetitlosigkeit und Gelbsucht sind vorherrschend. Weiterhin können Augenprobleme und Schäden im zentralen Nervensystem bis hin zu epileptiformen Anfällen auftreten.
Die Diagnose wird im Labor durch eine Blutanalyse gestellt. Durch ein indirektes Nachweisverfahren wird gemessen, wie hoch die Antikörpermenge gegen Babesien im Hundeserum ist, oder es wird Babesien-DNA nachgewiesen. Auch angefärbte Blutausstriche zur mikroskopischen Untersuchung kommen zum Einsatz. Therapeutisch wird das Antiprotozoikum Imidocarb eingesetzt. Nach der Injektion dieses Wirkstoffs sollte der Patient in den ersten Wochen überwacht werden, denn u. U. kommt es zu therapiebegleitenden Komplikationen. Daher ist es wichtig, das Blutbild zu kontrollieren.
Übrigens ist die Babesiose längst keine „Reisekrankheit“ mehr. Neben den seit vielen Jahren bekannten Endemiegebieten im mittleren Schwarzwald sind auch große Gebiete im Nordosten Deutschlands von der übertragenden Zecke überschwemmt.