Thema der Woche
NEU!!!
Eurotierklinik
Portal Nous!

Carretera Andratx 43/14
Tel: 971 677 606
Erfolgsstory!
Zahlreiche namhafte Modehersteller wie H&M, ESPRIT, Zara, C&A, Tchibo, Calvin Klein, Hugo Boss und andere sind nach Gesprächen mit PETA aus dem Angora-Geschäft ausgestiegen – und es folgen mehr.
mehr erfahren


Ohrmilben Hund

Andrea K. aus Llucmajor fragt:

Unser Rüde „Henry“ war während unseres Urlaubs bei meiner Freundin untergebracht. Jetzt schüttelt er immer mit dem Kopf und kratzt sich an den Ohren. Die Katzen meiner Freundin hatten schon mal Ohrmilben. Kann er sich damit angesteckt haben?

 

Liebe Andrea!


Prinzipiell ist das möglich, denn Ohrmilben sind Schmarotzer, die sich in den äußeren Gehörgängen von – beispielsweise – Hund und Katze festsetzen können. Die Milben sind weltweit verbreitet. Die Ansteckung erfolgt in der Regel von Katze zu Katze oder von Hund zu Hund, aber auch eine Übertragung innerhalb verschiedener Spezies ist denkbar.
Die Parasiten leben in den dunklen warmen Gehörgängen und in der Ohrmuschel ihres Wirtes, wo sie sich von Zellen und Gewebeflüssigkeiten ernähren. Dabei beschädigen sie mit ihren Mundwerkzeugen die örtliche Haut empfindlich und es kommt zu Entzündungen und Infektionen. Das ist meistens daran erkennbar, dass sich schwarzbrauner, oft übelriechender Ohrenschmalz aus den betroffenen Ohren absondert. Der Prozess wird von Juckreiz und Schmerzen begleitet, so dass Kopfschütteln und Kratzen die Folge sind.
Wird nichts dagegen unternommen, kann es sein, dass es durch die ständigen Manipulationen auch zu Hautentzündungen am äußeren Ohr oder zu Gefäßverletzungen der Ohrmuschel kommt, deren Folgen meist in einem Blutohr enden. Ohrmilben sind vom Tierarzt leicht zu diagnostizieren. Neben den typischen klinischen Symptomen kann man adulte Milben mit dem Otoskop oder unter dem Mikroskop erkennen. Zur Behandlung werden bestimmte Medikamente zur Abtötung des Parasiten verabreicht. Außerdem ist eine fachgerechte und gründliche Reinigung des Gehörgangs wichtig für die Abheilung des entzündlichen Prozesses. Meistens ist auch eine antibiotische Therapie zur Behandlung der Sekundärinfektionen angebracht. Wird die Gehörgangsentzündung richtig und lange genug behandelt, ist die Prognose günstig. Allerdings sollte das Tier auch einige Zeit nach dem Verschwinden der Symptome nochmals beim Tierarzt vorgestellt werden, um zu überprüfen, ob der Parasit auch vollständig ausgerottet werden konnte.