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Ohrenerkrankungen

Maria Sol T. aus Sóller fragt:

Mein Hund kratzt sich ständig an den Ohren und schüttelt schon seit Wochen häufig den Kopf. Ich habe schon verschiedene Ohrmedikamente gekauft und auch angewendet, aber es wird immer schlimmer anstatt besser. Könnten Sie mir ein Medikament empfehlen?

 

Liebe M. Sol!



Leider kann ich Ihnen kein pauschales Medikament empfehlen, denn beim Tier gleicht kaum eine Ohrenentzündung der anderen. Lange Zeit wurden Ohrenkrankheiten in der Tiermedizin als ein lokales Phänomen betrachtet. Heute wissen wir, dass insbesondere Erkrankungen des Ohrkanals in einem weiteren dermatologischen Rahmen gesehen werden müssen, da sie gewöhnlich Ausdruck einer zugrunde liegenden Hautkrankheit sind.
Wenn Ihr Tier vermehrt den Kopf schüttelt oder den Kopf am Boden reibt, wenn es sich ständig an den Ohren kratzt oder wenn Schmerzäußerungen, unangenehmer Geruch, Rötungen oder Ausfluss auffallen, dann bleibt Ihnen ein Gang zum Tierarzt nicht erspart.
Das Ohr muss gründlich untersucht werden.
Der Untersuchungsgang beginnt beim äußeren Ohr, da sich alle Erkrankungen des Hautorgans auch am äußeren Ohr zeigen können. Auch Wunden, meist am Ohrrand, können Probleme bereiten. Beispielsweise ist Sonnenbrand an den Ohrspitzen vor allem bei Katzen in unserem Klima sehr verbreitet. Setzen wir die Untersuchung fort, gelangen wir vom Außenohr in den äußeren Gehörgang. Im Gegensatz zum Menschen ist dieser Gang beim Tier ausgesprochen lang. Von außen sieht man den Gehörgang nicht. Es ist die Stelle des Ohrs, an der Entzündungen am häufigsten vorkommen. Der Tierarzt untersucht den äußeren Gehörgang mit einem sogenannten Otoskop.
Um tief genug eindringen und den langen Gang optisch gründlich erfassen zu können, muss der Patient sehr gut fixiert werden. Ist die Entzündung bereits fortgeschritten und schmerzhaft, muss das Tier anästhesiert werden, um eine gründliche Untersuchung zu ermöglichen.