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Epulis

Milena S. aus Puig der Ros fragt:

Heute haben wir mit unserem Hund Stöckchen gespielt und als er nicht loslassen wollte, habe ich ihm sein Maul geöffnet und gesehen, dass überall an den Zähnen so eine Art Wucherungen zu sehen sind. Ich habe mich sehr erschrocken, ist das Krebs? Können Sie etwas dazu sagen?

 

Liebe Milena!


Wahrscheinlich handelt es sich bei den Wucherungen um so genannte Epuliden. Darunter versteht man tumorartige Umfangsvermehrungen des Zahnfleisches. Diese treten sowohl als gutartige als auch als bösartige Tumoren auf, wobei die gutartige, also die fibromatöse Variante bei weitem überwiegt. Von den Zahnfleischrändern ausgehend bilden sich ganz langsam wachsende derbe Knoten, die zunächst unauffällig sind und den Hund auch nicht weiter stören. Mit der Zeit erreichen sie aber meistens eine Größe, die in der Maulhöhle Probleme bereitet. Durch kleine Verletzungen und durch die tiefen Gewebetaschen, die durch die Epuliden gebildet werden, nisten sich Bakterien ein und es kommt zu Entzündungen und Infektionen. Durch die daraus resultierende mangelnde Zahnhygiene überzieht sich das Gebiss nach und nach mit Zahnstein.
Letztendlich können somit durch die ursprünglich harmlosen Wucherungen ernstliche gesundheitliche Probleme für den Patienten entstehen. Epuliden sollten chirurgisch entfernt werden und zwar möglichst bevor sie Schaden anrichten oder die Maulhöhle überwuchern. Leider geht das nicht ohne Vollnarkose. Allerdings kann man die Gelegenheit nutzen und anschließend auch eine gründliche Zahnreinigung mittels Ultraschall durchführen. Die entfernten Tumoren werden an ein geeignetes Labor eingeschickt und dort untersucht. Wenn vom Labor die Bestätigung kommt, dass es sich um gutartige Fibrome handelt, muss man sich in der Regel nach überstandener Prozedur auch keine Sorgen mehr darüber zu machen.