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Liegeschwielen

Monika A. aus Porreras fragt:

Meine mittelgroße Hündin Kira hat an beiden Ellbogen Liegeschwielen. Was kann der Grund dafür sein und wie bekommt man das wieder weg?

 

Liebe Monika!


Die Liegeschwiele, medizinisch auch Kallus genannt, ist eine runde oder ovale Verhornung einer Hautstelle, die bei Hunden meistens an den Ellbogen oder an den Fersenhöckern auftritt. Die Stelle ist haarlos, grau und hat eine faltige Oberfläche. Diese Art von Verhornung ist eine Antwort des Körpers auf Druckstellen, die sich in der Regel über Knochenvorsprüngen befinden. Wenn die Haut beim Liegen auf hartem Untergrund gegen den Knochenvorsprung gequetscht wird entsteht eine Mangeldurchblutung dieser Stelle und mit der Zeit kann sich eine entzündliche Reaktion einstellen. Je größer und schwerer ein Hund ist, desto anfälliger ist er natürlich für solche Druckstellen. Die Ausbildung von Liegeschwielen an diesen gefährdeten Stellen bildet eine Art Polsterung und hat somit eine normale und nützliche Schutzfunktion für die Haut. Auch wenn es nicht sehr schön aussehen mag ist ein Kallus völlig harmlos und muss auch nicht behandelt oder entfernt werden.
Anders sieht das aus, wenn die Liegeschwiele sich entzündet. Infektionen, Schwellungen, Blutungen oder geschwürige Veränderungen dieser Stellen sollten unbedingt behandelt werden, um die natürliche Schutzfunktion wieder herzustellen. Bei sehr großen Rassen oder übergewichtigen Hunden sollte man auch den Untergrund des Liegeplatzes weicher gestalten. Dazu eignen sich Luftmatratzen, Wasserbetten, Schaumgummimatten, Decken und Ähnliches, was den übermäßigen Druck auf die Haut abfängt. Manchmal muss sogar operiert werden, was nicht unproblematisch ist.
So gut wie alle erwachsenen Hunde haben Liegeschwielen. Nur das Ausmaß ist unterschiedlich. Sind die verhornten Stellen gesund, gehören sie zum ganz normalen Körperbild eines Hundes dazu.