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Periodontitis

Roberta K. aus Llucmajor fragt:

Meine Katze knirscht manchmal mit den Zähnen und macht komische Abwehrbewegungen mit den Vorderpfoten, als ob sie einen Fremdkörper im Maul hätte. Ich kann aber nichts entdecken, wenn ich ihr ins Maul schaue. Was kann das bedeuten?

 

Liebe Roberta!


Maulhöhlenerkrankungen, insbesondere Infektionen des Zahnhalteapparats, sind mit die am häufigsten vorkommenden Erkrankungen beim Kleintier. Ursachen sind in der Regel Bakterienansammlungen an Zähnen und Zahnfleisch, die sich mit der Zeit zu Bakterienplaques ausweiten. Ist das Immunsystems des Patienten überfordert, beispielsweise durch Stress, vorhandene Grunderkrankungen, hormonelle Dysbalancen, Ernährungsstatus oder einfach durch fortgeschrittenes Alter, so entwickelt sich aus der Infektion eine Entzündung, eine so genannte Periodontitis.
Die Folgen sind einerseits lokale Probleme, also vom Zahnweh bis hin zum Zahnverlust, andererseits kann es dadurch aber auch zu Störungen in anderen Organsystemen des Organismus kommen. Die Bakterien oder deren Toxine können über Blut- und Lymphbahnen im Körper verteilt und von anderen Organen erfasst werden. Aber auch Entzündungsmediatoren – chemische Produkte, die im Entzündungsstoffwechsel entstehen – und immunologische Reaktionen können direkte Schäden an anderen Organen verursachen. Beispiele für Erkrankungen, die in Periodontitiden ihren Ursprung haben können, sind kardiovaskuläre Probleme, Fortpflanzungsstörungen, Stoffwechselentgleisungen wie Diabetes mellitus oder Leberkrankheiten bzw. Leberabszesse.
Um periodontale Probleme zu erkennen reicht es meist nicht, die Maulhöhle nur anzuschauen. Man muss das Tier unter Narkose mit Sonden untersuchen und in der Regel Röntgenbilder anfertigen. Erkrankte Zähne werden extrahiert und Bakterienplaques sowie Zahnstein werden mittels Ultraschall entfernt. Manchmal ist auch eine antibiotische und entzündungshemmende Nachbehandlung indiziert. Um eine Neuinfektion zu verhindern, sollten Sie Präventivmaßnahmen mit Ihrem Tierarzt besprechen. So eignen sich u. a. bestimmte Trinkwasserzusätze und spezielle Diätfuttermittel, um die Maulhygiene nachhaltig zu verbessern.