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Zahnschmerzen beim Hund

Gudrun J. aus Alaró fragt:

Wie kann ich eigentlich erkennen, ob mein Hund Zahnschmerzen hat?

 

Liebe Gudrun!


Gleich vorneweg: Die meisten Hunde und Katzen leiden still, wenn sie Zahnweh haben. Eindeutige Schmerzäußerungen sind vielfach nicht vorhanden oder treten erst in einem weit fortgeschrittenen Stadium auf. Auch Futterverweigerung kommt eher selten vor. Tiere zeigen Zahnschmerzen auf andere Weise. Für den ungeschulten Beobachter ist es daher wichtig, Hinweisen zu folgen. Hat das Tier unangenehmen Maulgeruch? Zeigt es auffällige Kaubewegungen oder lässt es öfter mal das Futter wieder fallen? Beobachten Sie Verhaltensänderungen, Bewegungsunlust, vermehrtes Schlafen oder vorzeitige Erschöpfung? Wenn Sie als Hundebesitzer auch nur den geringsten Verdacht auf Zahnschmerzen haben, sollten Sie das unbedingt überprüfen lassen, denn viele Erkrankungen in der Maulhöhle können zur Folge haben, dass auch andere Organe wie beispielsweise Herz, Niere, Leber oder Gelenke angegriffen werden.
Zahnweh kann verschiedene Ursachen haben. So begünstigt Zahnstein beispielsweise Zahnfleischentzündungen. Diese Entzündungen breiten sich auf den Zahnhals aus und somit können krank machende Bakterien ganz einfach von der Maulhöhle zur Zahnwurzel gelangen. Auch Zahnverletzungen führen häufig zu Wurzelentzündungen. Andererseits ist es auch möglich, dass Entzündungen und Infektionen an anderen Körperstellen, wie beispielsweise an Organen, ihren Ursprung haben und über den Blutfluss eine Zahnwurzelvereiterung hervorrufen können. Bei einer Zahnwurzelvereiterung sammelt sich der Eiter um die Wurzel im Bereich des Knochens. Dieser Prozess ist in der Regel von außen überhaupt nicht zu erkennen.
Bleibt eine Zahnwurzelvereiterung unbehandelt, kann sich die Entzündung auf den gesamten Kieferknochen ausbreiten und den Knochen angreifen. Ist die Bakterienbelastung hoch, ist meistens der gesamte Organismus in Mitleidenschaft gezogen und geschwächt. Daher ist es gerade bei älteren Tieren, deren Immunsystem nicht mehr auf Hochtouren arbeitet, unbedingt erforderlich, Maul und Zähne regelmäßig vom Tierarzt untersuchen zu lassen. So können oftmals folgenschwere Auswirkungen von versteckten Infektionen und Entzündungen im Vorfeld vermieden werden.