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Sandmücken

Sabine S. fragt:

Ist es richtig, dass die Flugzeit der Mücken, die die Leishmaniose übertragen, erst ab einer Temperatur von 20 Grad Celsius und darüber beginnt, da die Mücken unter dieser Temperatur nicht flugfähig sind? Bedeutet dies, dass in den übrigen Monaten keine Gefahr für nicht geimpfte bzw. durch ein Halsband o. ä. geschützte Hunde besteht? Sollte der Hund generell ab der Dämmerung immer im Haus bleiben, also auch nicht auf der Terrasse?

 

Liebe Sabine!


Die Leishmaniose übertragenden Sandmücken (Phlebotomen) sind ca. 2 mm kleine sandfarbene Stechmücken mit großen schwarzen Augen, die in Europa rund ums Mittelmeer und in Portugal vertreten sind. Auf Grund ihrer geringen Größe sind sie windempfindlich und ihre Flughöhe beträgt selten mehr als 2 Meter. Wie bei anderen Moskitos auch, saugen nur die weiblichen Mücken Blut, da ohne eine Blutmahlzeit das Heranreifen der Eier nicht möglich ist. In den Eiern reifen die Larven heran, die zu ihrer Entwicklung eine sehr hohe Bodenfeuchtigkeit benötigen. Die Lebenserwartung einer Sandmücke beträgt ca. 40 Tage. In dieser Zeit kann das Weibchen mehrere Eigelege produzieren. Die Suche nach einem Blutgeber beschränkt sich auf die Nachtzeit und bei uns auf die Jahreszeit Ende April bis Anfang November, es sei denn, die Wintermonate bringen ausgesprochen milde Temperaturen mit sich. Wenn im Frühjahr die Nachttemperaturen mehrere Tage an die 20° C heranreichen, muss auch schon früher mit dem Auftreten der ersten Phlebotomen gerechnet werden.
Sandmücken stechen nur schlafende Opfer, da sie bis zu 5 Minuten für ihre Blutmahlzeit benötigen. Sie werden von Glühbirnenlicht (Wellenbereich gelb-orange) angezogen. Um einen optimalen Schutz für nicht geimpfte Hunde zu erreichen, ist es also sinnvoll, ein wirksames Repellent (Scalibor Halsband oder Advantix-Tropfen) aufzutragen und das Tier in geschlossenen dunklen Räumen, evtl. in Ventilatornähe, übernachten zu lassen. Nicht erhellte Wohnungen ab dem zweiten Stockwerk gelten ebenfalls als phlebotomensicher.