Thema der Woche
NEU!!!
Eurotierklinik
Portal Nous!

Carretera Andratx 43/14
Tel: 971 677 606
Erfolgsstory!
Zahlreiche namhafte Modehersteller wie H&M, ESPRIT, Zara, C&A, Tchibo, Calvin Klein, Hugo Boss und andere sind nach Gesprächen mit PETA aus dem Angora-Geschäft ausgestiegen – und es folgen mehr.
mehr erfahren


Rolling Skin Disease

Christina S. aus Palma fragt:

Unsere Katze hat ständig Anfälle, bei denen sie sich beißt und kratzt. Es dauert nur wenige Minuten, aber es ist manchmal ganz extrem

 

Liebe Christina!


Im besten Fall kann ein Parasitenbefall die Ursache sein oder auch eine allergische Reaktion, wie es beispielsweise bei einer Futterunverträglichkeit vorkommen kann. Ungünstiger wäre es, wenn dem eine Nervenkrankheit zugrunde läge, die man Felines-Hyperästhesie-Syndrom (FHS) oder auch Rolling Skin Disease (RSS) nennt. Diese Nervenkrankheit wird als Sonderform der Epilepsie angesehen und ist eine extrem selten vorkommende neurologische Störung bei Katzen, deren Ursache noch unbekannt ist. Man vermutet, dass Stress jeglichen Ursprungs – also Änderungen im Umfeld, im Tagesablauf, in der Familie, Frust, Langeweile oder auch Schmerzen – mit ein auslösendes Moment sein könnte.
Die Symptome treten anfallsartig auf und werden durch eine Überempfindlichkeit im Bereich der Rückenmuskulatur verursacht. Meist beginnen zunächst die Ohren zu zucken, dann rollt sich die Haut auf dem Rücken, dann zuckt die ganze Katze und ein zwanghaftes Lecken, Kratzen und Beißen beginnt. Die Tiere haben einen leeren Blick, sind nicht ansprechbar, schreien und lassen sich auch nicht anfassen. Man vermutet, dass die Tiere während der Attacke Halluzinationen haben. Betroffen sind hauptsächlich Rassekatzen im Alter von ein bis vier Jahren.
Eine Diagnose kann leider nur im Ausschlussverfahren anderer zentralnervöser Erkrankungen gestellt werden. Auch therapeutisch sind dem Tierarzt enge Grenzen gesetzt. Manche der betroffenen Tiere sprechen auf Antiepileptika an, andere wiederum nicht. Eine Standardtherapie des FHS hat sich noch nicht etabliert. Auf jeden Fall sollte aber nach möglichen Stressfaktoren im Umfeld des Patienten gesucht werden.