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Pododermatitis

Thomas M. aus Calvia fragt:

Unser Bullterrier hat seit Wochen entzündete und eitrige Stellen zwischen den Zehen. Wir haben schon alles Mögliche probiert, aber es geht nicht weg, es sieht mal besser mal schlechter aus.

 

Lieber Thomas!


Zwischenzehenentzündungen beim Hund, medizinisch Pododermatitis genannt, sind leider ein häufig auftretendes Krankheitsbild, dessen Auslöser verschiedene Ursachen sein können. Zunächst sollte man an Umwelteinflüsse denken: Kälte, Hitze, Salz, Kies, Feuchtigkeit und andere Faktoren können die empfindliche Zwischenzehenhaut reizen und verletzen, was dann zu Entzündungen führen kann.
Als nächstes sind Infektionen als Grund für die Pododermatitis denkbar. Alle möglichen Infektionserreger kommen in Frage, am häufigsten sind bakterielle Infekte. Bakterien können sich dann festsetzen und unkontrolliert vermehren, wenn die Hautabwehr herabgesetzt ist, beispielsweise durch Entzündungen, durch Parasiten oder durch hormonelle Imbalancen des Organismus. Da sich die Bakterien sehr häufig in den tiefen Schichten des Hautorgans manifestieren, erfordert die Behandlung oftmals eine wochenlange antibiotische Therapie, bis die Erkrankung ausgeheilt ist.
Auch Hautpilze, Hefen und Milben können eine Rolle spielen. Besonders Demodexmilben sind hartnäckig und schwierig zu behandeln. Es gibt Rassen, die für eine Demodexerkrankung prädisponiert sind und häufiger unter dieser parasitären Dermatitis leiden als andere. Letztlich sind es noch Störungen der körpereigenen Abwehr, wie die Allergien und Autoimmunreaktionen, die als Grundursache einer Pododermatitis in Frage kommen und erwähnt werden müssen.
Die Diagnose zu finden ist nicht immer einfach, da sich das Erscheinungsbild in der Regel stark ähnelt. Am sinnvollsten ist es daher – vor allem wenn verschiedene Behandlungsversuche bereits gescheitert sind – Zell- und Gewebeproben des Zwischenzehenraums zu entnehmen und zu untersuchen. So kann man einen gezielten Therapieplan aufstellen, um dieser schwierigen Krankheit am optimalsten zu begegnen.