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Räudemilben

Martina T. aus Alcudia fragt:

Was ist eigentlich Räude? Und wie äußert sich die?

 

Liebe Martina!


Räude ist der Oberbegriff für Hautkrankheiten, die durch Milben hervorgerufen werden. Diese Parasiten leben in der Haut des Wirtes und sind so klein, dass sie mit bloßem Auge nicht erkennbar sind. Es gibt drei verschiedene Erkrankungen, die gängigerweise als Räude bezeichnet werden und deren Verursacher drei verschiedene Milbenarten sind.

Ist das Tier von starkem Juckreiz geplagt und findet man die meist schuppigen, krustigen Hautveränderungen vor allem an wenig behaarten Körperstellen, wie beispielsweise Ohrränder, Ellbogen, Bauch, Achselhöhlen oder Knie, muss man an Sarcoptes-Räude denken. Sarcoptesmilben leben und vermehren sich in Kanälen, die sie sich in der Haut graben. Oftmals ist der Befall von bakteriellen Infektionen begleitet, welche die Symptomatik noch verschlimmern. Bei einer anderen Räudeform, der Demodikose, findet man zu Beginn oftmals nur Haarausfall, vor allem um die Augen, an der Schnauze oder auch an den Extremitäten. Demodexmilben befallen Tiere jeden Alters, meistens aber solche, deren Abwehrkraft aus irgendeinem Grunde geschwächt ist. Sie leben in den Haarwurzeln, die durch den Parasiten zerstört werden. Die dritte Form ist die so genannte Ohrräude. Diese Milben sind um einiges größer als die vorher beschriebenen und sie leben in den Gehörgängen des Wirtstieres. Sie ernähren sich von Blut, Ohrschmalz und Entzündungssekreten und verursachen Schmerz und Juckreiz in den Ohren.
Räudemilben sind sehr ansteckend, besonders Sarcoptes- und Ohrmilben. Die Räude erfordert eine intensive und schnelle Behandlung, da sie dem Patienten großen gesundheitlichen Schaden zufügen kann. Art und Dauer der Therapie ist stark abhängig von der Milbenart. Besonders die Demodikose kann sehr hartnäckig sein und erfordert oftmals – abhängig von der Abwehrkraft des körpereigenen Immunsystems – eine lang andauernde Medikamentengabe bzw. Badebehandlung des betroffenen Tieres.