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Pyodermie

Roswitha Z. aus Santa Maria fragt:

Unser Hund kratzt sich häufig und hat Stellen auf der Haut. Der Tierarzt hat Proben genommen und gesagt, der Hund hätte Staphylokokkenbakterien. Er bekommt jetzt schon ein paar Tage Tabletten, die helfen aber nicht wirklich. Was ist das genau für eine Krankheit?

 

Liebe Roswitha!


Zur Beantwortung dieser Frage muss ich ein wenig ausholen. Auf der Haut und in den Haarwurzeln leben verschiedene Bakterienarten, die nicht krankmachend sind, sondern zur normalen Biologie des Organismus dazugehören. Sie sind sogar ein Teil des körpereigenen Abwehrsystems des Wirts, da sie die Besiedelung mit anderen krankmachenden Bakterien verhindern helfen. Auch Staphylokokken gehören zur normalen Hautflora des Hundes.
Allerdings ist zu bemerken, dass es viele verschiedene Staphylokokkenarten gibt. Kommt es aus irgendwelchen Gründen zu einer Verschiebung des bakteriellen Gleichgewichts, können bestimmte Keime sich abartigerweise vermehren und eine so genannte Pyodermie, eine bakterielle Infektion der Haut, verursachen. Als Faktoren, die auf die Mikroflora der Haut einen schädigenden Einfluss haben, kommen meistens Allergien, Parasiten, Pilzerkrankungen oder hormonelle Störungen in Frage.
Der Staphylokokkentyp namens S.pseudintermedius stellt dabei den weitaus größten Anteil an Infektionsverursachern dar. Zur definitiven Diagnose einer bakteriellen Hauterkrankung müssen in der untersuchten Probe neben den Bakterien auch Entzündungszellen gefunden werden. Ist die Diagnose gesichert, wäre der nächste Schritt, die Grunderkrankung für das Auftreten der Pyodermie herauszufinden.