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Leberenzyme

Conny F. aus Cala Millor fragt:

Mein alter Hund war in letzter Zeit sehr apathisch und jetzt hat sich herausgestellt, dass er eine Erhöhung der Leberenzyme hat. Können Sie mir erklären, was das für ihn bedeutet und was die Leber eigentlich genau im Organismus macht?

 

Liebe Conny!



Die Leber ist in erster Linie ein Verdauungsorgan, spielt aber in sehr vielen Prozessen im Organismus eine entscheidende Rolle. Verstoffwechselt werden mithilfe der Leber Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße. Gespeichert werden in der Leber Vitamine, Spurenelemente und Glykogen, ein energietragendes Stärkeprodukt. Und entgiftet werden von der Leber Abfallprodukte des Stoffwechsels und aufgenommene Fremdstoffe wie beispielsweise Medikamente. Außerdem spielt das Organ eine sehr wichtige Rolle für das Immunsystem.

Enzyme sind Stoffe, die biochemische Reaktionen katalysieren. Die leberspezifischen Enzyme arbeiten hauptsächlich – aber nicht ausschließlich – in der Leber. Sind die Leberenzyme erhöht, bedeutet das, dass irgendwo in diesem Organ Zellen geschädigt wurden und außergewöhnliche Aktivitäten stattfinden. Leider sind diese Enzyme nicht sonderlich spezifisch. Eine Erhöhung kann auch bedeuten, dass die primäre Schädigung irgendwo ganz anders lokalisiert ist und die Leber gar nicht oder nur sekundär von einem Krankheitsprozess betroffen ist.

Außerdem ist es wichtig zu wissen, dass eine Erhöhung der Leberenzyme keineswegs eine Aussage über die Leistungsfähigkeit des Organs macht und durch die hohe Regenerationsfähigkeit des Lebergewebes auch durchaus nicht zwangsläufig zu einer schlechten Prognose führen muss.
Zusammenfassend bedeutet das, dass man zu einer Diagnosefindung nicht ausschließlich Leberenzyme heranziehen kann. Andere Blutparameter, das klinische Erscheinungsbild und die wiederholte Bestimmung der Leberenzyme in entsprechenden Abständen ist ein wichtiges Vorgehen bei der Untersuchung eines solchen Patienten.