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Bakterielle Hauterkrankungen

Ulrike H. aus Santa Ponsa fragt:

Unsere Hunde leiden immer wieder an bakteriellen Hautkrankheiten, zumindest wurde uns das so erklärt. Wieso bekommt ein Hund so etwas und was sollen wir uns überhaupt darunter vorstellen?

 

Liebe Ulrike!


Bakterielle Hautkrankheiten, im Fachjargon Pyodermien genannt, sind beim Hund keine Seltenheit. Allerdings gibt es in der Regel einen Auslöser für diese Krankheiten. Man unterscheidet zwischen oberflächlichen und tiefen Pyodermien. Jede gesunde Haut, auch die des Menschen, ist von Bakterien besiedelt, mit denen der Körper und das Immunsystem im Gleichgewicht stehen. Kommt es aus irgendwelchen Gründen zu einer Störung auf der Hautoberfläche, wie beispielsweise eine kleine Verletzung, ein Parasitenbefall, Juckreiz mit Kratzfolgen oder Ähnliches, kann es zu Veränderungen kommen, die das erwähnte Gleichgewicht stören. Bestimmte Bakterien vermehren sich dann unverhältnismäßig, das Abwehrsystem des Hautorgans kann sich nicht adäquat wehren und eine oberflächliche bakterielle Hautinfektion ist entstanden.
Die Infektion zieht eine Entzündungsreaktion nach sich, die Entzündung führt zu noch mehr Juckreiz als schon vorhanden ist und noch mehr „falsche“ Bakterien kommen ins Spiel. Spätestens jetzt muss der Hund behandelt werden. Wenn es allerdings zu keinen schlimmeren Folgen gekommen ist, zeigt die Therapie meist eine schnelle Wirkung. Zuerst wird die Ursache behoben – beispielsweise wird eine Parasitenbehandlung durchgeführt. Dann kommt eine lokale Behandlung zur Anwendung. Das können medizinische Bäder oder Waschungen sein. Und eventuell wird auch noch kurzfristig ein Antibiotikum eingesetzt. Aber danach ist die Haut meistens wieder intakt.
Schlimmer ist es, wenn die Pyodermie tiefere Schichten wie Lederhaut oder Unterhaut erfasst. Man kann dann kaum durch oberflächliche Behandlung eine Besserung erzielen und die beteiligten Bakterien richten in der Regel weit mehr Schäden als auf der Oberfläche an. Werden von den Bakterien auch noch Gifte produziert, z. B. so genannte Staphylokokken-Toxine, kann der Gewebeschaden im infizierten Gebiet sehr groß werden und auch erhebliche Schmerzen und Folgeschäden verursachen. Eine tierärztliche Behandlung, die übrigens in diesen Fällen durchaus aufwändig werden kann, ist so früh wie möglich einzuleiten.
Um Ihre Frage abschließend zu beantworten: Es wäre wichtig und sinnvoll, die Ursachen abzuklären, warum Ihre Hunde öfter an einer bakteriellen Entzündung erkranken. Vielleicht kann man das Problem dann ja sogar prophylaktisch angehen.