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Der Arthrosepatient

Roberta K. Aus Llucmajor fragt:

Hilfe, mein Hund hat Arthrose! Was muss ich tun?

 

Liebe Roberta!


Dazu möchte ich erst einmal kurz erklären, was sich hinter dem Begriff der Arthrose verbirgt. Arthrosen gehören zu den degenerativen Erkrankungen. Degenerativ bedeutet in der Medizin, dass sich Gewebe zurückbildet und abbaut und dadurch mit der Zeit seine Funktion verliert. Auf die Gelenke bezogen bedeutet das, dass sich Gelenkknorpel abbaut. Durch diesen Knorpelverlust verliert das Gelenk langsam seine Gleitfähigkeit und es kommt zu Umbauprozessen und Verformungen an den aufeinandertreffenden Gelenkflächen. Ein nicht rückgängig zu machender Verschleiß hat eingesetzt, der Schmerzen verursacht und die normale Beweglichkeit des Gelenkes einschränkt.
Arthrosen können in jedem Gelenk eines Organismus auftreten. Bei Hunden sind am häufigsten die am stärksten belasteten Gelenke betroffen, wie beispielsweise die Hüften (Coxarthrose), die Knie (Gonarthrosen), die Ellbogen (Cubitalarthrosen) und die Wirbelsäulengelenke (Spondylosen). Es kommen auch rassespezifische und vererbbare Arthrosen vor, wie die Hüftgelenksdysplasie.
Aufgeteilt werden die Arthrosen in die primären Formen - d.h. Knorpelschäden, die durch Fehlernährungen oder Stoffwechselkrankheiten verursacht wurden - und in die sekundären Formen, denen Traumata oder Fehlstellungen zugrunde liegen. Die Probleme, die durch eine Arthrose für das betroffene Tier auftreten sind vielschichtig. Zunächst fällt Schmerz auf. Durch den Schmerz entstehen Schonhaltungen, die zu Muskelverspannungen und mit der Zeit zu fehlerhaften Körperhaltungen und Gangarten führen. Durch Dauerschmerz und Bewegungseinschränkungen verändert sich das Wesen unserer Hunde oftmals, bis hin zur Aggressivität. Ist das Gelenk zerstört, gibt es nur noch die Möglichkeit, es durch ein künstliches Gelenk zu ersetzen, was derzeit bei Hunden nur bei Hüft- und Kniegelenken möglich ist.
Werden Arthrosen im Frühstadium erkannt, lässt sich durch entsprechende Behandlung das Fortschreiten durchaus und auch wesentlich verlangsamen. Auch im mittleren Stadium schlagen Therapien durchaus noch gut an. Erst wenn sich ein Tier unbehandelt in das Endstadium einer Arthrose geschleppt hat, wird die Hilfe problematisch. Je nach Gelenk und Stadium werden Medikamente und physiotherapeutische Rehabilitatiosnmaßnahmen angewendet und dies in der Regel mit großem Erfolg. Seltener wird auch eine chirurgische Intervention notwendig sein.
Ich rate Ihnen daher, beim geringstem Verdacht auf eine Gelenksproblematik bei Ihrem Hund, eine entsprechende Diagnostik vorzunehmen und die heutzutage zur Verfügung stehenden Therapiemaßnahmen auszunutzen.