Thema der Woche
NEU!!!
Eurotierklinik
Portal Nous!

Carretera Andratx 43/14
Tel: 971 677 606
Erfolgsstory!
Zahlreiche namhafte Modehersteller wie H&M, ESPRIT, Zara, C&A, Tchibo, Calvin Klein, Hugo Boss und andere sind nach Gesprächen mit PETA aus dem Angora-Geschäft ausgestiegen – und es folgen mehr.
mehr erfahren


Leishmaniose und Hautveränderungen

Maria Cristine N. aus USA fragt:

mein Hund erkrankte in Kalifornien an Leishmaniose. Nach einer erfolgreichen Behandlung, welche mehrere Jahre zurück liegt, hat er jetzt Krusten am ganzen Körper welche nicht mit Kortison oder speziellen Shampoos zu entfernen sind. Kann diese Hauterkrankung eine Folgeerkrankung von Leishmaniose sein? Mein Hund ist ca.15 Jahre alt und stammt aus Mallorca. Über Ihre Rückantwort würde ich mich sehr freuen und bedanke mich vorab.

 

Liebe Maria Cristine, diese Frage ist so nicht zu beantworten. Leishmaniose ist eine parasitäre Infektion, die normalerweise eine lebenslange Behandlung erfordert, da eine Heilung durch Medikamente nicht erreicht werden kann. Ausbruch und Schweregrad der Erkrankung ist immer abhängig von der Immunantwort des betroffenen Individuums. Nur die körpereigene Abwehr ist in der Lage, den Organismus von den Parasiten vollständig zu befreien, also zu heilen. Ist das Immunsystem aus irgendwelchen Gründen unfähig, passende Antikörper gegen die Eindringlinge zu produzieren, werden sich die Erreger vermehren und im Körper einnisten. Dabei gehört durchaus auch die Haut zu den Organen, welche erkranken können. Mittlerweile gibt es verschiedene wirksame und gut verträgliche Medikamente, die zur Leishmaniose-Therapie verwendet werden, aber eine Behandlung kann immer nur die Dezimierung der Leishmanien im Körper bewirken nicht deren völlige Vernichtung. So ist es möglich, dass während oder auch nach einer Behandlung ein Organismus zur Ruhe kommt. Allerdings ist die Regel, dass der Parasit sich immer wieder durchsetzt, solange das Abwehrsystem keine geeigneten Antikörper entwickeln kann. Neuerdings sind daher Medikamente auf dem Markt, die nicht die Eindämmung des Erregers als Wirkziel haben, sondern durch prophylaktische Impfungen bzw. modulierende Immunstimulation die Abwehrkräfte dazu befähigen sollen, durch die Bildung entsprechender Immunglobuline die Leishmanien zu vernichten. Es wäre in Ihrem Fall also sinnvoll, Hautbiopsien zu entnehmen und in einem speziellen Labor auf Leishmanien - bzw. andere in Frage kommende Ursachen der Hautveränderungen - untersuchen zu lassen. Zur Diagnosesicherung Leishmaniose wäre eventuell sogar eine Blutuntersuchung ausreichend. Nur so ist es möglich, eine gezielte Therapie einzuleiten. !