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Futtermittelunverträglichkeit Katze

Frieda F. aus Capdepera fragt:

Wie äußert sich denn eine Futterallergie bei Katzen?

 

Liebe Frieda!


Eine Allergie auf bestimmte Futtermittel kommt bei Katzen häufig vor und äußert sich in der Regel durch Veränderungen im Hautorgan. Manchmal wird die Krankheit auch von Verdauungsstörungen begleitet.
Typische Hautreaktionen von Katzen - Patienten, deren Immunsystem bestimmte Futtermittelbestandteile nicht toleriert, sind juckende Ausschläge.
Dabei reagiert das Abwehrsystem nicht auf eine bestimmte Futtermarke, sondern Auslöser der Allergie, die so genannten „Allergene“ sind die kleinen Eiweiß-Bausteine eines Nahrungsmittels, die Proteine.
Allergien sind manchmal angeboren, können sich aber auch entwickeln. D.h., ein Tier, das immer das gleiche Futter derselben Marke bekommt, ist nicht davor geschützt, auf irgendein Protein in diesem Futtermittel allergisch zu werden. Die Regel ist es allerdings, dass Überreaktionen auf Futtermittel nach Konfrontation mit einem bis dahin unbekannten Nahrungsmittel auftreten.
Die allergische Reaktion des Körpers ist meistens heftig. Kratzspuren im gesamten Kopfbereich und ausgerissene Haare lassen den starken Juckreiz vermuten, dem die Tiere ausgeliefert sind. Auch die begleitenden Hautausschläge sind meist prominent. Neben eitrigen Hautveränderungen, die sich durch die Kratzverletzungen entwickeln und haarlosen Stellen, welche sich der Patient selbst zufügt, tritt am häufigsten die so genannte „miliare Dermatitis“ und eine Veränderung, die man als „eosinophiler Granulom- Komplex“ zusammenfasst, auf. Bei der miliaren Dermatitis handelt es sich um kleine Krusten, vorzugsweise im Kopf- Halsbereich, das eosinophile Granulom hat verschiedene Lokalisationen und Erscheinungsbilder.
In jedem Fall ist sowohl die Diagnose, als auch die Therapie schwierig, Frieda.
Leider gibt es keine einfachen Tests, die uns das Protein verraten, auf welches die Katzen allergisch reagieren. Wir sind darauf angewiesen, den Tieren eine „Ausschlußdiät“ anzubieten, die uns nach und nach zum Allergen führt. Dabei wird der Katze immer eine Fleischsorte, möglichst ein Fleisch, das der Patient bislang noch nie erhalten hat, als Proteinquelle und ein hypoallergenes Kohlenhydrat, meist weißer Reis, vorgesetzt. Aber welche Katze lässt sich so leicht einfach ein anderes Futter vorsetzen?
Katzen sind wählerisch und besonders bei Freigängern scheitert der Futterversuch daran, dass sich die Tiere einfach anderswo versorgen.
Leider ist auch die Therapie einer Futtermittel-Hypersensivität sehr schwierig. Die Reaktion des Immunsystems auf allergieauslösende Eiweiße im Futter ist so heftig, dass man dauerhaft sehr hohe Dosen Kortison braucht, um eine Besserung zu erzielen. Manchmal reagieren die Patienten auch so gut wie gar nicht auf eine Kortisonbehandlung.
Glücklicherweise gibt es seit kurzer Zeit ein kommerziell hergestelltes Futtermittel (auch) für Katzen, in der die Proteine „hydrolysiert“ , d.h. so zerkleinert sind, dass das körpereigene Abwehrsystem die Bausteine nicht mehr als „Allergene“ erkennt. Und mit ein bisschen Glück und Feingefühl kann man auch die wählerischsten Stubentiger mit der Zeit auf die neue Marke umstellen.