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Blutarmut

Jasmin P. aus Deutschland fragt:

Wir sind sehr verzweifelt und wissen nicht mehr weiter. Mein Dobermann liegt seit 1 Woche in einer Tierarztpraxis und es geht ihm schlecht. Es fing an, dass er sehr schlapp war, nicht mehr fressen wollte und die Schleimhäute sehr blass waren. Es wurden Ultraschalluntersuchungen und Röntgenbilder gemacht sowie Blut abgenommen. Dabei wurde alles ausgeschlossen, auch innere Blutungen, bis man jetzt eine Autoimmunerkrankung vermutet. Er hat Kortison, Azathioprin und eine Bluttransfusion bekommen, aber der Blutwert hat sich nicht verbessert. Wir sind ratlos, was können wir noch tun?

 

Liebe Jasmin!


Sagen Sie, war Ihr Hund eventuell schon einmal im Ausland, vielleicht sogar in einem Mittelmeerland? Würde das Tier bei uns in Mallorca auf Station liegen, würden wir mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zunächst einmal an Leishmaniose denken. Leishmaniose ist eine parasitäre Erkrankung, die von einer bestimmten Stechmücke übertragen wird und gerade Dobermänner sind der Infektion gegenüber sehr empfindlich. Obwohl der Parasit zwar auch schon in Deutschland und der Schweiz entdeckt wurde, erachte ich es allerdings für recht unwahrscheinlich, dass es sich um Leishmanien handelt, sollte zuvor kein Auslandsaufenthalt vorgelegen haben. Trotzdem wäre es unter Umständen eine Untersuchung wert, denn auch andere Erreger, wie beispielsweise Ehrlichien oder Rickettsien, könnten eine ähnliche Symptomatik hervorrufen. Ich kann Ihrer E-Mail auch nicht entnehmen, ob eine Piroplasmose ausgeschlossen wurde. Dabei handelt es sich ebenfalls um eine Infektionskrankheit beim Hund, die durch einen einzelligen Krankheitserreger namens Babesia ausgelöst wird. Dieser Einzeller wird durch die Auwaldzecke übertragen, die durchaus auch nördlich der Alpen vorkommt. Auch diese Krankheit kann durch einen Bluttest nachgewiesen werden. Ich hoffe, dass die Ursache gefunden wird und eine wirksame Therapie eingeleitet werden kann.