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Hüftgelenksdenervation

Tim W. aus Deutschland fragt:


Wir haben in Deutschland bei einer 12-jährigen Mix-Hündin wegen Humpeln /Schonhaltung des linken Hinterbeines (und Befundung von Arthrose) eine beidseitige Denervation machen lassen. Am darauffolgenden Tag – für welchen sowieso die Denervation terminiert war – wurde zusätzlich ein Spinalkatheter gesetzt, da ein Bandscheibenproblem festgestellt worden war. Dieses wurde zehn Tage medikamentös versorgt. Leider zeigt die Hündin seit knapp drei Wochen keine Besserung – sie kann nicht aufstehen und auch nicht ohne Unterstützung laufen. Sie frisst gut, hat keine Wesensauffälligkeiten oder Schmerzanzeichen, sie kann den Urin- und Kotabsatz kontrollieren und der Pfotenreflex ist verlangsamt. Auch bei der Gabe von Schmerzmitteln tritt keine Veränderung ein. Im Herbst kommen wir wieder auf die Insel, kann der zu erhoffende Heilungsprozess bei Ihnen begleitet werden?

 

Lieber Tim!


Ich gehe davon aus, dass es sich bei der von Ihnen erwähnten Operation um eine dorsale Denervation der Hüftgelenkskapseln handelt? Bei diesem Eingriff ist sowohl das Alter des Hundes zum Zeitpunkt des Eingriffs als auch die Muskelatrophie an den betroffenen Gliedmaßen ein wichtiger Indikator für den zu erwartenden postoperativen Erfolg.

Durch die postoperative Schmerzlinderung wird eine schnelle Bewegungsaktivität erreicht, die zur Zunahme der Oberschenkelmuskulatur führt. Diese Muskelzunahme wirkt sich rasch auf die Festigung der dysplastischen Hüftgelenke aus. Je mehr die Atrophie fortgeschritten war, desto länger dauert die Zeit bis zur Besserung der Lahmheit. Und je jünger die Tiere bei der Operation sind, desto schneller erfolgt der Muskelaufbau. Zur Beschleunigung des Heilungsprozesses und des Muskelaufbaues werden die Patienten in unserem Reha-Zentrum mit entsprechenden physiotherapeutischen Maßnahmen begleitet und unter Umständen auch mit Anabolika unterstützt.

Die erwähnte Bandscheibenproblematik verkompliziert den Fall natürlich. Allerdings müsste ich eine genaue Definition des Problems erhalten, um eine Aussage über die Prognose machen zu können. Dabei ist zu erwähnen, dass drei postoperative Wochen ohne merkliche Verbesserung der Mobilität des Patienten kein gutes Zeichen ist. Eine Rehabilitation durch intensive Physiotherapie ist allerdings auch bei Rückenproblemen unabdingbar.