Thema der Woche
NEU!!!
Eurotierklinik
Portal Nous!

Carretera Andratx 43/14
Tel: 971 677 606
Erfolgsstory!
Zahlreiche namhafte Modehersteller wie H&M, ESPRIT, Zara, C&A, Tchibo, Calvin Klein, Hugo Boss und andere sind nach Gesprächen mit PETA aus dem Angora-Geschäft ausgestiegen – und es folgen mehr.
mehr erfahren


Juckreiz bei Katzen

Pedro C. aus Manacor fragt:

Meine Katze leckt und putzt sich andauernd und ich habe den Eindruck, dass es sie juckt. Wie kann ich das herausfinden?

 

Lieber Pedro!


Wenn ein Tier Juckreiz empfindet, gibt es verschiedene Anzeichen, die dem Besitzer auffallen. Es kann das Kratzen mit den Hinterpfoten oder das extensive Lecken oder sogar Knabbern an irgendeiner Körperstelle sein. Was allerdings oftmals nicht gleich auffällt ist, wenn sich Tiere an Gegenständen reiben, oder mit dem Kopf auf Teppichen entlang schlittern. Auch das ist in der Regel Ausdruck von Brennen oder Jucken der Haut.
Bei Katzen, da haben Sie Recht Pedro, zählt übertriebenes Putzen ganz sicherlich zu den Warnsignalen, die an eine Juckreiz verursachende Krankheit denken lassen. Ganz häufig sind es Parasiten wie Flöhe, Läuse oder Milben, die den Reiz zum Kratzen geben. Die Kratzerei verursacht dann wiederum kleine Hautverletzungen, die sich entzünden und infizieren können.
Hautausschläge, Krusten oder blutige und eitrige Stellen am Körper sind die Folgen. Diese "Sekundärsymptome" eines Parasitenbefalls halten den Juckreiz aufrecht und führen zu immer stärkerem Kratzen, Beißen und Lecken. Das kann haarlose Stellen, Nervosität und manchmal auch Aggressivität nach sich ziehen. Bei Katzen kommt es auch zu Erbrechen, Verstopfung oder Durchfall, da sich durch das exzessive Putzen Haarknäuel im Magen-Darmbereich ansammeln können.
Aber nicht nur Parasitosen, auch Allergien, hormonelle Störungen oder innere Erkrankungen können Hautentzündungen verursachen und einen Juckreiz auslösen. Die Folgen sind im Prinzip die gleichen.
Sogar psychische Erkrankungen äußern sich oft in Form von Juckreiz als einzigem erkennbarem Symptom. Solcherlei Verhaltensstörungen, die zu nervösem Kratzen oder übermäßigem Lecken führen, führen ebenso zu Hautentzündungen. Diese Fälle sind sehr schwierig zu diagnostizieren, da der Tierarzt diese Tiere meistens erst zu Gesicht bekommt, nachdem sich die Haut bereits verändert hat.
Hilfsmittel in der Diagnosefindung bei juckenden Hauterkrankungen sind neben der genauen Vorgeschichte, beispielsweise das Entnehmen von Hautgeschabseln und Gewebeproben, das Anlegen von Pilzkulturen und das mikroskopische Untersuchen von Zellmaterial.
Auf jeden Fall sollte jedes Tier, das sich dauerhaft beißt, kratzt oder leckt, dem Tierarzt vorgestellt werden.