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Katzen, Reise in Mittelmeerländer

Susanne G. aus Deutschland fragt:

Ich habe vor, einen Kater von Mallorca zu mir nach Deutschland zu holen.
Nun habe ich aber sehr viel über den sogenannten Katzenpilz im Mittelmeerraum gelesen. Wie kann ich sicher gehen, dass dieses Tier nicht infiziert ist? Oft ist ja noch nichts zu sehen, obwohl das Tier infiziert ist. Wie hoch ist die Durchseuchung auf Mallorca?
Wie groß ist das Leishmanioserisiko bei Katzen? Können diese Infektionskrankheiten bei einer tierärztlichen Untersuchung vor der Mitnahme auf Mallorca ausgeschlossen werden? Dauern diese Tests sehr lange?

 

Liebe Susanne!


Ich versuche eine Frage nach der anderen zu beantworten. Zunächst das Thema Pilz. Ich nehme an, bei Ihrer Frage handelt es sich um die Microsporie, eine Pilzerkrankung, die auch auf den Menschen übertragbar ist. Da Katzen – im Vergleich zu anderen Säugetieren – überdurchschnittlich häufig betroffen sind, ist oft auch vom Katzenpilz die Rede. Diese Pilzerkrankung ist durchaus auch in Deutschland verbreitet, vor allem bei langhaarigen Katzenrassen. Aufgrund der klimatischen Bedingungen kommt sie – wie sehr viele andere Erkrankungen – im Mittelmeerraum wesentlich häufiger vor. Sollte die Katze bei einer klinischen Untersuchung den Verdacht einer Pilzinfektion aufweisen, werden Sie vom Tierarzt ausführlich über die weitere Vorgehensweise informiert. Für den Fall, dass das Tier keine Symptome zeigt, kann man zur Sicherheit natürlich trotzdem eine Haarprobe untersuchen lassen, um unangenehme Folgen für den Menschen zu vermeiden. An Zeit sollten sie 10 bis 14 Tage einrechnen, um ein sicheres Ergebnis zu erhalten.

Was die Leishmaniose anbelangt, würde ich mir an Ihrer Stelle keine großen Sorgen machen. Die Gefahr an Leishmaniose zu erkranken ist für Katzen sehr gering. Mensch und Hund sind die Zielwirte des Parasiten und können infiziert werden. Bei Katzen gibt es damit kaum Probleme.

Was die typischen Katzeninfektionen wie Leukose und Katzen-Aids anbelangt, sollten Sie Ihr neues Haustier natürlich untersuchen lassen. Dafür wird Blut entnommen und es werden entsprechende Routinetests durchgeführt. Die Untersuchungen sind im Schnelltestverfahren möglich.

Was Sie allerdings zur Ausreise brauchen, ist eine gültige Tollwutimpfung. Diese braucht in jedem Fall drei Wochen, um anerkannt zu werden. In diesem Zeitraum sind auch alle Gesundheitsuntersuchungen abgeschlossen, die Sie angefragt haben.