Thema der Woche
NEU!!!
Eurotierklinik
Portal Nous!

Carretera Andratx 43/14
Tel: 971 677 606
Erfolgsstory!
Zahlreiche namhafte Modehersteller wie H&M, ESPRIT, Zara, C&A, Tchibo, Calvin Klein, Hugo Boss und andere sind nach Gesprächen mit PETA aus dem Angora-Geschäft ausgestiegen – und es folgen mehr.
mehr erfahren


Lebererkrankungen

Mirko Ö. aus Cala Millor fragt:

Können Hunde auch an irgendwelchen Lebererkrankungen leiden? Wie äußert sich das und was kann man gegebenenfalls dagegen tun?

 

Lieber Mirko!


Die Leber ist die größte Verdauungsdrüse im Organismus der Säugetiere und hat als zentrales Stoffwechselorgan viele verschiedene und auch sehr komplexe Aufgaben zu erfüllen. Unter anderem werden Stoffe abgebaut und ausgeschieden, was bei der Entgiftung des Körpers hilft. Außerdem werden wichtige Eiweiße produziert, vor allem solche, die dem Immunsystem zugutekommen, und sie ist die Bildungsstelle der Galle. Auch zur Verwertung von Nahrungsbestandteilen, zum Speicher für Vitamine, zur Blutgerinnung und zur Hormonproduktion ist eine funktionierende Leber unabdingbar.
Dementsprechend ist Ihre Frage nicht leicht zu beantworten, denn jede einzelne dieser Funktionen kann bei Lebererkrankungen gestört sein. Nicht selten sind es auch mehrere gleichzeitig. Daher ist auch die Symptomatik einer Lebererkrankung nicht immer die gleiche. Bei Störungen in der Leberfunktion sind jedoch meistens Müdigkeit, Mattigkeit, und Appetitlosigkeit zu beobachten. Mit der Zeit kommen Gewichtsverlust, Schwäche und Magen-Darmprobleme dazu. Im chronischen Stadium trinkt das Tier vermehrt, es entwickelt sich eine Gelbsucht und im Bauch sammelt sich Flüssigkeit an.
Um eine Diagnose zu stellen, muss das Tier genau untersucht werden, was Blut-und Harnanalysen einschließt. Wenn man die Ursache für die Lebererkrankung finden will, sind auch Röntgen- und Ultraschalluntersuchungen meist unerlässlich. Zur Behandlung gehören sowohl die Ursachenbeseitigung als auch die Unterstützung des gesamten Organismus. Das primäre Ziel ist immer, den Patienten so lange am Leben zu erhalten, bis sich die Leber wieder erholt hat, denn das Organ ist ausgesprochen regenerationsfähig. Man gleicht Versorgungsdefizite mit entsprechenden Infusionsbehandlungen aus und entlastet den Organismus, indem man dem Patienten viel Ruhe gönnt und vor allem mit einer adäquaten Diät versorgt. Ist allerdings ein Großteil der Leberzellen zerstört, was beispielsweise bei einer Leberzirrhose der Fall ist, stehen uns zur Erhaltung der Funktion nur sehr wenige Möglichkeiten zur Verfügung.