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Portosystemischer Shunt

Karl Sch. aus Deutschland fragt:

Wir haben einen Welpen gekauft, der sich nicht gut entwickelt hat. Wir haben uns mit der Züchterin auseinandergesetzt, die den Hund jetzt zurückgenommen hat, weil er einen Lebershunt hat. Was ist ein Lebershunt?

 

Lieber Karl!


Ein Lebershunt, auch portosystemischer Shunt (PSS) genannt, ist ein Blutgefäß, welches das Blut nicht durch die Leber hindurchführt, wie es sein sollte, sondern sozusagen um die Leber herum direkt in die große Körpervene. Wenn es sich um einen Welpen handelt, wie in Ihrem Fall, und die Diagnose steht, handelt es sich um einen angeborenen Defekt. Im Normalfall, also bei einem gesunden Tier, sammelt sich das Blut aus den Organen und dem Magen-Darmbereich in der sogenannten Pfortader, einem Gefäß, das in die Leber mündet. Dieser Weg eröffnet sich aber erst nach der Geburt, wenn die Leber des Welpen anfängt zu arbeiten. Ist diese Entwicklung gestört, kann es zu der beschriebenen Störung kommen. Wird Blut nicht durch die Leber geleitet, können Nährstoffe nicht verarbeitet und Giftstoffe nicht entfernt werden. Das bedeutet, dass es zu Entwicklungsstörungen kommt, die zum einen durch eine zunehmende Vergiftung des Organismus, zum anderen durch zunehmende Mangelerscheinungen ausgelöst werden. Dabei treten die Symptome in unterschiedlich starker Ausprägung auf. Für einen Züchter ist es daher oft nicht möglich, einen Shunt bei einem jungen Welpen zu erkennen, denn oft treten Hinweise darauf erst mit fortschreitendem Wachstum zutage.
Therapeutisch wird ein PSS normalerweise chirurgisch verschlossen. Die Operation ist aufwändig, in der Regel aber sehr erfolgversprechend und kurativ, denn sobald die Leber mit Blut versorgt wird, fängt sie an zu wachsen und zu arbeiten. Ist die chirurgische Intervention nicht möglich, kann versucht werden, mit Medikamenten und Diätfütterung die Symptomatik zu lindern. Allerdings ist die Lebenserwartung dieser Patienten auf längere Sicht gesehen meist nicht sehr hoch.